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Ukraine kritisiert fehlende US-Unterstützung - NATO und EU widersprechen
Die Ukraine ist beim Abwehrkampf gegen Russland auf Geheimdienstinformationen der USA angewiesen - doch die sollen vor neuen russischen Angriffen ausgeblieben sein. Präsident Selenskyj übt Kritik. EU und NATO beschwichtigen.
Russland hat erneut die Energieinfrastruktur der Ukraine attackiert. Alle drei Heizkraftwerke der Hauptstadt Kiew seien angegriffen worden, schrieb Ministerpräsident Serhij Korezkyj bei Telegram. Fünf Menschen kamen nach Angaben der Polizei in Kiew ums Leben. Zwei weitere Menschen starben nach Behördenangaben bei Attacken am Abend und in der Nacht im Gebiet Dnipropetrowsk. Mindestens 600.000 Menschen sind ohne Strom.
Präsident Wolodymyr Selenskyj und ranghohe Regierungsvertreter warfen den westlichen Verbündeten vor, die Ukraine vor den Angriffen nicht gewarnt zu haben. "Wieder einmal keine Vorwarnung von unseren Partnern", schrieb Selenskyj auf Facebook. Am Abend zuvor hätten die ukrainischen Systeme die russischen Raketen erst erfasst, als diese sich bereits der Hauptstadt Kiew näherten. "Das ist absolut ungerecht: Während sie unsere Infrastruktur zerstören, erhält die Ukraine noch nicht einmal Frühwarnungen über Raketenstarts."
Ein weiterer Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Es war bereits zweimal so, dass uns die Amerikaner nicht über den Start russischer Raketen informiert haben, als unser Energiesektor attackiert wurde." Es sei offensichtlich, dass sie Russland aus irgendeinem Grund helfen würden.
Zuvor hatte bereits der Technologieberater des Verteidigungsministeriums, Serhij Beskrestnow, erklärt, dass der Betrieb des US-Satelliten-Kommunikationssystems Starlink in der Nacht stark eingeschränkt gewesen sei, was zum Scheitern ukrainischer Angriffe geführt habe. Das habe der Ukraine "eine der wenigen Chancen" genommen, sich gegen neuartige, mit einem Strahltriebwerk ausgestattete Drohnen vom Typ Schahed zu wehren.
Die Ukraine ist in ihrem Abwehrkampf gegen Russland in hohem Maße auf westliche Geheimdienstinformationen angewiesen, insbesondere aus den USA. Ein US-Regierungsvertreter bestritt, dass sich die Position Washingtons gegenüber Kiew in Bezug auf den Austausch von Geheimdienstinformationen verändert habe.
Die Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur gehen unvermindert weiter.
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NATO-Generalsekretär Mark Rutte bestätigte zudem bei einem Besuch in Estland, dass US-Präsident Trump versichert habe, der Austausch der Informationen sei nicht gestoppt worden. Trump habe sich "sehr deutlich geäußert", sagte Rutte. Er rief die Verbündeten dazu auf, die Ukraine bei der Luftverteidigung stärker zu unterstützen.
Auch die EU erklärte, dass ihr "keine Anzeichen" dafür vorlägen, dass Washington die Weitergabe von Informationen eingestellt habe. Bundesaußenminister Johann Wadephul teilte ebenfalls mit, er erkenne nicht, dass es "eine substanzielle Verringerung" der US-Unterstützung gebe.
Der ukrainische Präsident Selenskyj weist eine staatliche Beteiligung bei der Sprengung der Nord-Stream-Pipeline zurück.
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