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Kritik an AirTag-„Schalldämpfer“: Produkt zurückgezogen
Mit einem speziellen AirTag-Tool war es möglich, den Lautsprecher abzuklemmen – nützlich etwa im Diebstahlfall. Kritik an dem Produkt kam schnell.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Der Zubehörspezialist ElevationLab, bekannt für seine cleveren AirTag-Hüllen, die unter anderem die Nutzung sehr langlebiger Batterien ermöglichen, hat ein umstrittenes Produkt vom Markt genommen. Der sogenannte AirTag Silencer („AirTag-Schalldämpfer“) erlaubte es, einen vorhandenen Apple-Tracker lautlos zu machen, indem die Verbindung zum Lautsprecher gekappt wurde. Sinn der Sache: Diebe sollten einen AirTag etwa in einem Fahrrad weniger einfach erkennen. Dieser Prozess ist lange bekannt und auch händisch nicht unbedingt schwer, allerdings machte es das ElevationLab-Produkt noch simpler. Dies führte unter anderem zu harscher Kritik im bekannten Apple-Blog Six Colors. In Reaktion wurde die Hardware kurze danach aus dem Angebot genommen, und Elevation Lab veröffentlichte auf seiner Website eine Entschuldigung.
Der AirTag Silencer arbeitete in der Tat ziemlich smart, wie ein Video eines niederländischen YouTubers demonstriert, der die Hardware vor dem Verkaufsende ausprobieren konnte. Um einen AirTag verstummen zu lassen, legte man den Tracker in ein spezielles Gehäuse ein, das für die korrekte Ausrichtung sorgte. Ein integrierter Nagel aus Metall wurde darüber auf der korrekten Höhe platziert, um den Lautsprecher außer Betrieb zu setzen – unwiderbringlich. Das aus zwei Teilen bestehende Gehäuse wurde schließlich zusammengesteckt. Mit einem Hammer beförderte man dann einen integrierten Nagel in das AirTag-Gehäuse. Damit ließ sich der Tracker innerhalb von Sekunden stummschalten, ohne dass weitere Komponenten beschädigt wurden oder man das Gerät öffnen musste.
Six-Colors-Autor Glenn Fleishman, bekannter Apple-Journalist seit Jahrzehnten, schrieb daraufhin, dass das Gerät (beziehungsweise lautsprecherlose AirTags) Stalker und häusliche Gewalt ermögliche. Er sei ein Fan von ElevationLab, doch dieses Produkt sei „entsetzlich“. Fleishman verwies auf diverse Fälle aus der Vergangenheit, bei denen insbesondere Frauen betroffen waren. Apple war deshalb auch schon mit einer Sammelklage konfrontiert, versuchte mit den AirTags 2 unter anderem, die Lautstärke des Lautsprechers zu erhöhen und das Stummschalten zu erschweren – letzteres gelang allerdings nicht. (iPhones warnen allerdings davor, wenn ein unbekannter AirTag mit dem Nutzer „reist“ – auch für Android gibt es eine ähnliche Funktion.)
Bei dem Konflikt geht es darum, wie sinnvoll sich ein AirTag als Diebstahlschutz verwenden lässt – eine äußerst populäre Anwendung, auch wenn Apple stets mitteilt, die Geräte seien nur „Dingefinder“ und nicht zur Kriminalitätsbekämpfung gedacht. ElevationLab argumentierte, man habe das Werkzeug deshalb entwickelt, weil man es für seine eigenen Fahrräder verwenden wollte. „Einige von uns haben Räder, die teurer sind als unsere Autos.“
Allerdings habe das Team rückblickend erkannt, dass die Hardware den Nebeneffekt habe, dass sie „Leuten mit schlechten Absichten“ helfen könne, Personen zu tracken, die keine Smartphone-Benachrichtigungen erhalten. „Wir haben das Produkt deshalb entfernt.“ Ein Patent, das sich ElevationLab zum AirTag Silencer gesichert hat, will ElevationLab nun nutzen, um andere am Herstellen eines solchen Gerätes zu hindern.
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