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Klingbeils Baustellen - Zwischen Sparzwang und Entlastung
Deutschlands Probleme begleiten Finanzminister Klingbeil bis nach Bangkok. Sparen, Schuldenabbau, Reformen - das sind die Empfehlungen auf der dortigen IWF-Tagung. Klingbeil gibt sich zuversichtlich - und verweist auch auf die Tabaksteuer.
Es ist eine kurze Verschnaufpause von der Tagung des internationalen Währungsfonds in Thailand, wenn Finanzminister Lars Klingbeil durch die Altstadt von Bangkok läuft und bunte historische Gassen anschaut. Die Probleme in Berlin scheinen kurz weit weg: Der Streit in der Koalition über den Umgang mit Bärbel Bas. Der Druck auf ihren Nachfolger, den neuen Arbeitsminister Alexander Schweitzer, eine Rentenreform schnell umzusetzen. Auch die andauernden Debatten um höhere Steuern für Zucker, Tabak oder Plastikartikel scheinen kurz nicht präsent.
Es sind Sätze, die er schon im Schlaf kann, wenn es um Reformen geht. Er sei optimistisch, dass die Koalition die Rentenreform schnell hinbekommt, wiederholt er gerne vor Ort auf Nachfrage. Aber wann genau etwas kommen kann, das bleibt offen.
Hintergrund
12.10.2026
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Auch wenn die Reformdebatten weit weg scheinen, wird er mit einem Problem bei der IWF-Tagung konfrontiert: die hohen Schulden Deutschlands. Zwar steht Deutschland im europäischen Vergleich noch ganz gut da. Länder wie Frankreich oder Italien sind die Sorgenkinder Europas.
Dennoch ist die Botschaft von IWF-Chefin Kristalina Georgieva, sehr klar. "Die globale Staatsverschuldung steht kurz davor, den höchsten Stand seit dem zweiten Weltkrieg zu erreichen", sagt Georgieva schon vor der Tagung. "Die größten Sünder sind die Industrieländer." Diese dürften sich nicht auf das Wirtschaftswachstum verlassen und noch mehr Schulden machen.
"Wir haben gerade eine Lücke von 34 Milliarden Euro geschlossen", sagt Klingbeil dazu. Das soll heißen: Gespart wird schon, aber es muss eben noch weiter gespart werden.
Für die Weltwirtschaft gibt es eine kleine Änderung.
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Immerhin ist das Wirtschaftswachstum in Deutschland mittlerweile auf 1,3 Prozent vom Internationalen Währungsfonds hoch korrigiert worden. "Deutschland ist zurück, was das Wirtschaftswachstum angeht", sagt Klingbeil in Bangkok.