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Paketversand und Retouren durch Onlinehandel auf Rekordniveau
Immer mehr Menschen bestellen online. Auch die Zahl der Rücksendungen nimmt stetig zu. Ein lohnendes Geschäft für Kioskbesitzer, Paketunternehmen. Kritik kommt von Umweltschützern.
Oktay Danisir hat einen kleinen, bis oben hin mit Waren gefüllten Kiosk im Mainzer Stadtteil Mombach. Zwischen Getränken, Süßigkeiten, Toastbrot und Konserven lagern im Verkaufsraum auch etliche Pakete, die seine Mitarbeiterin Julianna Iktaii so stapelt, dass niemand darüber fällt.
Es herrscht reger Betrieb in "Oktay's Kiosk". Ständig kommt jemand herein, möchte nur schnell Zigaretten kaufen, kurz plaudern oder ein Päckchen abgeben.
Mitarbeiterin Julianna Iktaii verstaut die Pakete im Kiosk
"Jeden Montag werden bei mir 200 bis 300 Pakete von den Paketdiensten abgeholt", erzählt der Kioskbesitzer. Seit acht Jahren betreibt er den Laden. Weil er mit fünf verschiedenen Paketdiensten zusammenarbeitet, ist das Paketaufkommen in seinem Laden hoch.
"Es ist es immer mehr geworden in den letzten Jahren", berichtet Danisir. "Die Leute bestellen sehr viel übers Internet, und natürlich schicken sie dann auch wieder viel zurück." Für ihn lohnt sich das Geschäft. Natürlich sei besonders um Weihnachten besonders viel los. Aber auch außerhalb der Feiertage laufe es richtig gut, sagt Danisir.
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Nach einer Schätzung der Forschungsgruppe "Retourenmanagement" am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre der Universität Bamberg wird die Zahl der Retouren im Jahr 2026 bei 560 Millionen Paketen liegen. "Das sind so viele wie noch nie", sagt der Leiter der Forschungsgruppe, Björn Asdecker.
Fast jedes vierte im Online-Handel verschickte Paket gehe schon jetzt zurück an den Absender. Das entspreche 24,1 Prozent der Bestellungen. Im Jahr 2025 waren es nach Angaben der Forschungsgruppe noch deutlich weniger, nämlich 542 Millionen.