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Assassin's Creed Destiny: Geleaktes Gameplay zeigt eingestelltes Serien-Projekt in China
Ein Prototyp der Tencent-Tochter TiMi aus dem Jahr 2025 demonstriert Parkour-Moves, Bosskämpfe und Schirm-Waffen zur Zeit des Kriegsherrn Xiang Yu.
Im Netz ist Videomaterial zu einem offenbar eingestellten Assassin's Creed aufgetaucht, das im antiken China angesiedelt war. Die geleakten Szenen zeigen unter anderem Stealth-Kills, den serientypischen Todessprung sowie eine rotierende Schirm-Waffe.
Das Projekt trug den Namen Assassin's Creed Destiny und entstand Berichten zufolge für aktuelle Plattformen bei der Tencent-Tochter TiMi Studio Group, die parallel auch am Mobile-Ableger Assassin's Creed Jade arbeitet.
Die Tencent-Tochter TiMi zählt zu den weltweit umsatzstärksten Entwicklern (Honor of Kings). Die Partnerschaft mit Ubisoft sollte globale Marken für neue Plattformen erschließen; Destiny war dabei als vollwertiges Konsolen- und PC-Projekt angelegt.
Wie MP1st berichtet, stammen die Aufnahmen aus den Portfolios beteiligter Entwickler. Der Großteil des Materials geht auf einen Prototyp aus dem Februar 2025 zurück. Die Handlung von Destiny spielte mutmaßlich im Jahr 206 v. Chr. – also neun Jahre nach den Ereignissen von Jade (215 v. Chr.).
In der gezeigten Hauptmission bricht eine Assassinin zu einem heiligen Palast auf, den die Truppen des Kriegsherrn Xiang Yu belagern. Auf der Suche nach einem mysteriösen Artefakt kommt es offenbar auch zu einem frühen Entwurf eines Bosskampfes gegen den Kriegsherrn selbst.
An anderer Stelle schaltet eine männliche Spielfigur Gegner mit flüssigen Parkour-Aktionen aus. Ein provisorischer Testbereich demonstriert zudem den Einsatz der rotierenden Schirm-Waffe – inklusive Lebensbalken und Fähigkeiten-Icons im Tusche-Look auf dem HUD.
Bereits im März erwähnte Ubisoft Codename Jade neben "mehreren weiteren Projekten, die sich derzeit in unterschiedlichen Entwicklungsphasen befinden". Damals sprach der Publisher davon, "den Koop zurück zu Assassin's Creed zu bringen", begleitet von einem vagen Hinweis auf ein eingestelltes Projekt. Einem Release-Termin oder handfesten Details zum Mobile-Spiel sind wir seitdem allerdings keinen Schritt näher gekommen.
Die Hiobsbotschaften rissen auch diese Woche nicht ab: Ubisoft plant die Schließung des finnischen Studios RedLynx, den Schöpfern der Trials-Reihe. Gleichzeitig kündigte der Konzern massive Entlassungen bei Ubisoft Singapur an, dem Team hinter Assassin's Creed: Black Flag Resynced.
"Heute haben wir unsere Teams über den Vorschlag informiert, RedLynx in Finnland vorbehaltlich der lokalen Verhandlungsprozesse zu schließen. Davon wären bis zu 52 Stellen betroffen", erklärte Ubisoft in einer Stellungnahme gegenüber Eurogamer. "Bei Ubisoft Singapur sind 70 Stellen betroffen, um das Studio an künftige Produktionsanforderungen anzupassen. Der Standort bleibt weiterhin ein wichtiger Bestandteil von Ubisofts weltweiter Produktionsorganisation."