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Entwurf für mehr Käuferrechte: Eigentum statt Lizenz bei Kauf von Videospielen in den USA
Ein neuer Gesetzentwurf in den USA soll den Kauf von Videospielen grundlegend neu regeln: Statt einer wie bislang widerrufbaren oder faktisch begrenzten Lizenz sollen Käufer echtes Eigentum erhalten. Werden notwendige Server abgeschaltet, müssten Entwickler zudem einen Offline-Modus für gekaufte Spiele bereitstellen.
Dies will der demokratische US-Abgeordnete Ritchie Torres aus New York laut einem Bericht von The Verge mit dem nun in den Kongress eingebrachten Gesetzesentwurf erreichen. Sollte der Entwurf verabschiedet werden, müsste die Federal Trade Commission Regeln erlassen, nach denen Verbraucher beim Kauf eines Videospiels tatsächlich Eigentum daran erwerben, anstatt wie bislang lediglich eine widerrufbare oder zeitlich faktisch begrenzte Lizenz zum Spielen zu erhalten. Anlass für den Vorstoß ist aus Sicht von Torres die zunehmende Abhängigkeit selbst gekaufter Spiele von den Servern der jeweiligen Anbieter. Werden diese abgeschaltet, können betroffene Titel ihre Funktion teilweise oder vollständig verlieren. Als aktuelles Beispiel nennt der Abgeordnete NBA 2K25: 2K will das Spiel Ende Oktober aus den Shops entfernen und die zugehörigen Server am 31. Dezember abschalten, wodurch die weitere Spielbarkeit eingeschränkt wird.
In einem Blog-Eintrag auf seiner Website übt Torres entsprechend scharfe Kritik an diesem Geschäftsmodell: „Ein Spiel, das weggenommen werden kann, sobald ein Unternehmen den Stecker zieht, ist kein Kauf. Es ist eine Miete, die als Verkauf getarnt ist“, so der Kongressabgeordnete der demokratischen Partei. Damit rückt der Entwurf die grundsätzliche Frage in den Mittelpunkt, welche Bedeutung ein „Kauf“ bei zunehmend digital vertriebenen und von Servern abhängigen Videospielen noch hat. Besonders weitreichende Folgen könnte die vorgesehene Verpflichtung zu einem Offline-Modus haben. Anbieter könnten dadurch bereits während der Entwicklung berücksichtigen müssen, wie ein Spiel auch nach dem Ende des kommerziellen Serverbetriebs funktionsfähig bleibt. Nach Darstellung von Torres umfasst das Vorhaben darüber hinaus das Recht, ein gekauftes Spiel zu spielen und zu übertragen. Auch der Weiterverkauf gekaufter Spiele soll gesetzlich geschützt werden.
Zusätzliche Bedeutung hat die Debatte über Eigentumsrechte an Videospielen nicht zuletzt durch Sonys Ankündigung erhalten, physische Spiele-Discs ab 2028 schrittweise auslaufen lassen zu wollen. Neben der dauerhaften Spielbarkeit steht dabei die Frage im Raum, ob und wie gekaufte Titel weiterverkauft oder übertragen werden können. Widerstand gegen die Pläne des japanischen Konzerns gibt es auch in anderen Regionen: Bereits im Juli reichte der niederländische Verbraucherverband Stichting Massaschade & Consument Klage gegen Sony ein, weil digital vermarktete Spiele des Unternehmens teurer seien als die im Handel erhältlichen Exemplare. Mit dem Wegfall physischer Medien würden zugleich der freie Handel und der Gebrauchtmarkt als Wettbewerber für Sonys Store ausgeschlossen, sodass der Konzern entsprechende Titel dann allein verkauft. Ab 2028 könne der Konzern dadurch eigenständig über Preise und Nutzungsdauer von Spielen auf der PlayStation bestimmen. Der Verband verlangt von Sony eine Entschädigung über 400 Millionen Euro.
Der „Power To The Players Act“ steht als politischer Vorstoß nicht alleine dar. Ende September wurde im US-Bundesstaat Pennsylvania mit dem „Protect Our Games Act“ bereits ein ähnlicher Vorstoß eingebracht. Demnach müssten Unternehmen bei der Einstellung eines Spiels wahlweise einen Offline-Modus, einen von den eigenen Servern unabhängigen Online-Modus oder eine Rückerstattung von mindestens 25 Prozent anbieten.
Ähnliche Bestrebungen gibt es auch in Europa. Rund 1,3 Millionen verifizierte Unterstützer erreichte die Bürgerinitiative „Stop Destroying Videogames“ mit ihrer Forderung, Spiele auch nach dem Ende des Supports funktionsfähig zu halten. Ein entsprechendes Gesetz plant die EU-Kommission zunächst nicht. Stattdessen soll bis Ende 2026 gem