// STADT-BREMERHAVEN — CYBERSECURITY
Plex Media Server: Kritische Sicherheitslücken werden aktiv ausgenutzt
von Carsten Knobloch
19. Okt. 2026 |
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Falls ihr oder Freunde einen "ungepflegten" Plex Media Server zu Hause betreibt, solltet ihr zeitnah die installierte Version prüfen und das System aktualisieren. Aktuell wird eine Kette aus vier Schwachstellen aktiv ausgenutzt, die es Angreifern ermöglicht, unbefugt Schadcode auf dem Server auszuführen.
Gepatchte Versionen stehen zwar bereits seit September bereit, allerdings kursiert mittlerweile ein öffentlich verfügbarer Exploit-Code im Netz. Sicherheitsforscher beobachten bereits Angriffe auf Honeypots, bei denen Systeme innerhalb kürzester Zeit gekapert wurden.
Die Angreifer platzieren auf betroffenen Servern unter anderem einen Monero-Miner, um die Rechenleistung für Krypto-Mining zu missbrauchen. Neuere Auswertungen zeigen zudem, dass kompromittierte Server auch als Residential Proxys missbraucht werden. Das führt dazu, dass die heimische IP-Adresse quasi für kriminelle Aktivitäten zweckentfremdet wird.
Die Schadsoftware wird im Codecs-Ordner von Plex hinterlegt. Sobald der Server eine Mediendatei transkodiert, wird die Nutzlast erneut gestartet. Ein reines Beenden des Miner-Prozesses reicht daher nicht aus, um das Problem zu lösen.
Wer seinen Server über das Internet erreichbar gemacht hat und mit Updates im Rückstand ist, benötigt mindestens Version 1.43.3.10861 oder neuer. Wer den Verdacht hat, dass das eigene Setup bereits kompromittiert wurde, sollte den Codecs-Ordner von Plex zwingend auf verdächtige .so- oder .dll-Dateien überprüfen.
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