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Marktbericht: DAX fällt unter 25.500 Punkten
Zum Wochenauftakt belasten Meldungen aus China und den USA die Börsen. Sinkende Ölpreise und positive Daten reichen als Gegengewicht nicht aus. Dem DAX misslingt der Handelsauftakt.
Unternehmensdaten, Geopolitik, Rohstoffe - am Montag haben Investoren bereits viele Daten und Informationen rund um den Globus gegeneinander abzuwägen. Vor allem Meldungen aus China und den USA drücken die Stimmung.
Am Morgen fiel der DAX unter die Marke von 25.500 Punkten. Zuletzt sank er um 0,7 Prozent auf 25.447 Zähler. Am Freitag hatte er sich noch dem KI- und Zinssorgen-Sturm aus den USA entgegen gestemmt und ein Prozent auf 25.622 Zähler gewonnen.
Aus den USA kamen schwache Vorgaben: Denn die Mehrheit der Investoren erwartet, dass die Zinsen dort Ende Oktober angehoben werden, entsprechend war Kapital aus Risiko-Anlagen in den letzten Tagen abgezogen worden, darunter hatten vor allem Chiptitel gelitten.
Verschiedene Nachrichten kommen aus China: So will die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt stärker kontrollieren, welches technische Wissen ins Ausland gelangt. Für 14 von 40 Schlüsseltechnologien aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Photovoltaik und Biomedizin soll der Export verboten werden, für die übrigen 26 sollen Genehmigungen erforderlich sein. China fordert bereits Genehmigungspflichen für bestimmte Seltene Erden und daraus hergestellte Produkte. Das ist eine Herausforderung für ausländische Unternehmen.
Indessen meldete China ein unerwartet starkes Wirtschaftswachstum für das dritte Quartal. Das geht allerdings zum Teil auf Kosten anderer Volkswirtschaften: Ein Export-Boom von allein 36 Prozent im September legt nah, dass günstige chinesische Produkte europäische und deutsche Hersteller verdrängen.
Die USA drohen der EU - so ein Bericht der Financial Times - mit "verheerenden" Vergeltungsmaßnahmen, wenn sie den Marktzugang für US-Unternehmen einschränkt. Der US-Botschafter bei der EU, Andrew Puzder, habe eine entsprechende Warnung ausgesprochen, berichtete die "Financial Times" am Sonntag.
Hintergrund ist eine Entscheidung der EU-Kommission, den Großteil der wertvollen Mobilfunkfrequenzen für Satelliten an europäische Firmen zu vergeben und den Anteil für US-Betreiber zu reduzieren. Damit will Brüssel die Abhängigkeit von großen US- Konzernen senken.
In Frankreich als zweitgrößter Volkswirtschaft der EU bleibt die Frage, wie es nach den verheerenden Protesten in vielen Regionen weitergeht. Die Stimmung dort belastet auch den Euro leicht.
Eine positive Entwicklung gibt es am Rohstoff-Markt: Die Ölpreise geben zum Wochenauftakt deutlich nach. Vom Fünfmonatshoch am Freitag rückte die Nordsee-Sorte Brent wieder etwas weg. Allerdings kamen unterschiedliche Signale aus der Krisenregion im Nahen Osten. Einerseits gab es erneut Angriffe auf zwei Tanker im Persischen Golf. Außerdem griff die von Iran unterstützte Huthi-Miliz aus dem Jemen erneut Saudi-Arabien an.