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over the hill im Test: Gemütliches Umherfahren, das weniger zum Sehen und Spielen bietet als erhofft
Der Macher von art of rally fängt die Faszination eines Road-Trips zwar ein, inhaltlich ist sein neues Spiel aber untermotorisiert.
Der Kanadier hat sich vor allem mit art of rally einen Namen gemacht, das durch die Geschichte des Rallyesports führte. Während der Entwicklung tingelte er in einem Van durch Nordamerika und auch sonst ist Casu viel außer Haus unterwegs. Kein Wunder also, dass er mit over the hill seine Sehnsucht nach Natur mit der Liebe zum Auto verbindet.
Ich mag das Understatement, das Dune Casu einigen seiner Spiele schon in den Titel legt. Denn nach art of rally schreibt er auch over the hill klein. Wobei er Wert darauf legt, dass es sich diesmal nicht um ein Rennspiel handelt. Als Fahrerlebnis bezeichnet er over the hill vielmehr. Das schnelle Ankommen spielt diesmal nämlich nicht die geringste Rolle.
Es geht vielmehr darum, die Reise zu genießen. Das entspannte Fahren über sandige Dünen, durch tiefen Schlamm, an steinigen Abgründen vorbei – wohin auch immer man sich in diesem (Off-)Road-Trip führen lässt. Denn auch ein Ziel gibt es nicht. Vielleicht darf man einfach die gesamte Karte erkunden und zum Beispiel jeden Rastplatz entdecken, der anschließend als Schnellreisepunkt dient.
Manche suchen womöglich alle Meteoriten, die man bergen kann, um ein wenig Geld für Verzierungen des Fahrzeugs zu kaufen. Einigen steht sicherlich nach speziell markierten Trails der Sinn, die oft durch besonders unwegsames Gelände führen, und andere halten garantiert nach liegengebliebenen Fahrzeugen Ausschau, die man dem eigenen Fuhrpark zufügt, nachdem man sie geborgen hat. Oder aber man schnappt sich bis zu drei Freunde oder Fremde, um mit ihnen gemeinsam durch Wald und Wüste zu fahren.
Aussichtspunkte gibt es noch sowie Kisten, in denen weitere Gegenstände liegen, die man – rein zum Schmuck – ans Auto packen kann. Ach, und man schießt Fotos wilder Tiere. Das ist im Wesentlichen aber auch schon alles. Over the hill ist quasi, was dabei herauskommt, wenn man MudRunner beziehungsweise SnowRunner sowohl technisch als auch spielerisch stark vereinfacht, sodass aus anspruchsvollen Gelände-Parcours ein entspannter Sonntagsausflug wird.
Was immerhin bedeutet, dass man auch hier große Steigungen meistern oder unwegsamen Matsch durchqueren muss, um voranzukommen. Zumal dafür wie im von mir vermuteten Vorbild eine Winde zur Verfügung steht, mit der man sich aus misslichen Lagen herauszieht. Außerdem legt man Bretter über sonst unüberwindbare Hindernisse und hantiert mit einem Getriebe, das neben der normalen Übersetzung über eine besonders niedrige verfügt, mit der sich die Räder nur sehr langsam drehen, dafür aber ausgesprochen kraftvoll greifen.
Und das macht Laune! Oft hantiert man sehr gefühlvoll mit dem Gas, damit die Räder an Steigungen zum Beispiel nicht durchdrehen, oder rauscht in ein mit Wasser gefülltes Schlammloch, um gerade so viel Schwung mitzunehmen, dass man rechtzeitig wieder auf der anderen Seite herauskommt, bevor das Auto mit Wasser vollgelaufen ist. Das würde den Motor nämlich zum Erliegen bringen und man müsste einen Haken anbringen, an dem man den Wagen wieder ans Trockene zieht.
Die Anzahl solcher Haken ist allerdings begrenzt, genau wie die Menge der Bretter, sodass man umsichtig mit diesen Ressourcen hantieren sollte. An jedem Rastplatz wird das alles zwar aufgefüllt, dann verschwinden allerdings auch alle zuvor platzierten Haken und Bretter. Und genau: Onlinespieler sind in solchen Situationen natürlich im Vorteil. Auch wenn man over the hill genauso gut als Solist erleben kann.
Ich habe die ruhigen Trips jedenfalls zum größten Teil alleine genossen. Stille Sonnenuntergänge, während ruhige Musik aus dem Autoradio schallt – das hat was. Zumal es motivierend ist, jedes Vehikel über kleine Upgrades leicht zu verbessern. Die Motorleistung kann man etwa ebenso erhöhen wie die Aufhängung oder den Schutz vor Schäden. Wenn man Glück hat, beobachtet man nachts dann noch, wie ein Meteorit auf die Erde fällt, de