// EUROGAMER.DE — GAMING
Hellraiser: Revival – Clive Barker fürchtete Zensur, ist auf das Ergebnis aber verdammt stolz
Der Franchise-Schöpfer lobt die Adaption von Saber Interactive, während die Wertungen der Fachpresse für Hellraiser: Revival deutlich verhaltener ausfallen.
Hellraiser-Schöpfer Clive Barker zeigt sich überaus glücklich mit dem zuletzt von Saber Interactive veröffentlichte Hellraiser: Revival – erst recht, weil er anfangs fürchtete, das neue Videospiel könnte der Zensurschere zum Opfer fallen.
Im Gespräch mit Dread Central findet er lobende Worte für die Umsetzung: "Zeitweise hatte ich wirklich Angst, dass das Spiel übermäßig zensiert werden würde. Aber ich bin aufrichtig verblüfft, wie weit sie gehen durften", sagt Barker. "Auf das Endergebnis bin ich einfach verdammt stolz."
Clive Barker schuf Hellraiser 1987 auf Basis seiner Novelle The Hellbound Heart. Der britische Horror-Autor sammelte bereits früher Gaming-Erfahrung: Als Autor und kreativer Kopf prägte er düstere Klassiker wie Clive Barker’s Undying (2001) und Clive Barker’s Jericho (2007).
Mit Hellraiser: Revival liefert das Studio ein Einzelspieler-Survival-Erlebnis ab, folgt also nicht dem Trend asymmetrischer Multiplayer-Adaptionen alter Horror-Franchises der vergangenen Jahre.
"Was das Team mit diesem Spiel erreicht hat, dient als Weckruf für jeden, der an einem Franchise wie Hellraiser arbeitet", betont Barker. "Es beweist, dass man alte Konzepte auffrischen und etablierte Welten auf völlig neue Weise betreten kann. Ich habe noch jede Menge Ideen, die ich im Hellraiser-Universum gerne verwirklichen würde – und ich habe definitiv vor, weiterhin meine Finger im Spiel zu haben."
In der Fachpresse kommt der Titel unterdessen mit einer Durchschnittswertung von 69 Punkten auf Metacritic nicht ganz so gut weg. Die User-Reviews auf Steam fallen "sehr positiv" aus.
Auch für Ahmet war die Umsetzung nach den ersten Stunden eine Enttäuschung. "Hellraiser: Revival wählt stattdessen meist die plumpste denkbare Lesart und behandelt die Vorlage über weite Strecken wie einen billigen B-Movie-Splatter aus der Wühlkiste", schreibt er. "Nach knapp fünf Stunden war bei mir deshalb endgültig die Luft raus. Ich hatte schlicht keine Lust mehr, mich durch weitere mittelmäßige Kämpfe, dämliche Gegner und immer neue Variationen desselben Schockeffekts zu arbeiten. Das Spiel flog von der Festplatte. Und das ärgert mich doppelt, weil ich es wirklich unfassbar gerne gemocht hätte. "