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Switch Sports Resort im Test: Wie schön es ist, zurück auf Woohoo Island zu sein – auch wenn ich die Miis vermisse
Nintendos neue Sportsammlung punktet bei Familien und Neueinsteigern, Serienkenner überlegen sich die Anschaffung lieber zweimal.
Im Grunde können wir das hier schnell machen: Besitzt ihr Nintendo Switch Sports bereits oder steht bei euch immer noch eine Wii mit Wii Sports Resort in Reichweite, lohnt sich die Anschaffung von Switch Sports Resort zu ordentlichen 49,99 Euro nicht wirklich. Dafür ist dieser um vier weitere auf insgesamt zwölf Sportdisziplinen aufgestockte Umzug nach Woohoo Island nicht umfangreich oder eigenständig genug. Kennt ihr die Reihe bisher nicht und spielt ihr gern gemeinsam mit nicht zu altem Nachwuchs, macht Switch Sports Resort aber immer noch mehr als genug richtig, um einige Nachmittage bewegten Spaß und angeregten familieninternen Wettbewerb zu garantieren.
Switch Sports Resort ist eine Sportspiel-Sammlung, die von Nintendo entwickelt und für die Nintendo Switch 2 veröffentlicht wurde. Das Spiel kombiniert Bewegungssteuerung mit zwölf Disziplinen (darunter Golf, Skateboarden und Bowling), kostet 49,99 und ist allein sowie lokal und online im Mehrspielermodus spielbar.
Was das für die Wertung bedeutet, die über diesem Test steht? Fallt ihr in die erste Kategorie, zieht ihr einfach einen der vier Sterne ab, wenn euch so etwas wichtig ist. Ich hatte schon lange kein Bewegungssteuerungsspiel mehr in den Händen, weshalb ich zusammen mit meinen Söhnen – sechs und neun – einige gute Stunden hiermit verbrachte.
Was nicht heißt, dass ich mir der Einstieg reibungslos gelang. Fast wäre ich hieran sogar hart abgeprallt. Ich hatte zwar bereits mitbekommen, dass schon Switch Sports nicht mehr auf Miis setzte, sondern auf die neuen Sportsmates. Die gefallen mir allerdings so gut wie gar nicht und lassen an den Köpfen und Gesichtern selbst kaum Individualisierung zu. Jeder Kopf ist gleich, drei unterschiedliche Augen müssen reichen und der Rest läuft über Farben und per Spielgeld-Gacha-System freischaltbare Accessoires, Frisuren und zugegebenermaßen ganz lustige Kopftransplantate. Wenn man aber ein Ebenbild seiner selbst im Spiel haben will, hat jeder Mii deutlich mehr Charakter und ist, obwohl er prinzipiell deutlich stilisierter aussieht, oft näher an der menschlichen Vorlage.
Kurzum: Die neuen “Sportsfreunde” erinnern eher an persönlichkeitsbefreite Avatare, wie sie um 2008 ein Nachahmer Nintendos in seinen Wii-Sports-Klon integriert hätte. Natürlich dürft ihr auch Miis erstellen – wenn man das diesen Frühling schon mal in Tomodachi Life gemacht hat, wird man sich allerdings ärgern, dass man sie nicht einfach aus dieser Life-Sim importieren kann. Außerdem dürfen Miis viele, viele der freischaltbaren Items nicht benutzen. Sehr schade. Ich würde sagen: Die Sportsmates müssen weg, aber mich fragt ja keiner.
Das Spiel selbst bietet die Disziplinen Bowling, Bogenschießen, Boxen, Volleyball, Tischtennis, Basketball, Golf, Daumenringen, Tennis, Skateboarden, Wasserscooter und Propellerflugzeug. Die drei Letzteren bieten einen freien Modus zur Erkundung der Insel zu Lande, zu Wasser und in der Luft und haben meinen Kindern besonders viel Laune gemacht. Mein Highlight war es, meinem Sechsjährigen beim Herumrutschen auf dem Teppich zuzuschauen, während er den Mausmodus des Joy-Con beim Skateboarden aufs Maximum ausreizte. Bei der freien Erkundung der Insel machte er mehrmals große Augen, etwa als er im Inneren des Vulkans ein paar knifflige Sprungpassagen entdeckte oder das erste Mal eine der versteckten Rails grindete, die aus dem Nichts auch über Wasser und Abgründe führen. Allein dafür hätte sich die Anschaffung beinahe schon gelohnt. Viele Games mit klassischer Steuerung sind ihm noch zu hoch. Dieses hier hatte er schnell begriffen.
Doch es geht auch in die andere Richtung, denn mir persönlich imponierte Tischtennis mit erstaunlicher Präzision und erfreulich hohem Tempo (gemessen an meinen lange nicht getesteten Schulhofskills). Auch die Timing-Spielchen beim Volleyball, die psychologische Kriegsführung beim D