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Drova 2 – Torn Lands: „Ich brauche kein Rollenspiel, das ich hundert Stunden spiele“
Das Magdeburger Studio Just2D will nicht eure Zeit verschwenden, sondern die Freiheit eurer Entscheidungen erhöhen.
Als ich nach Magdeburg (das A wird kurz gesprochen, nicht lang!) gefahren bin, wusste ich noch nicht, dass das neue Spiel von Just2D die Fortsetzung Drova 2 – Torn Lands sein würde. Im Vorfeld war der zweite Teil nämlich noch gar nicht angekündigt. Nun hätte ich mir sicherlich denken können, dass das gerade mal neun Entwickler plus drei externe Zuarbeiter starke Team lediglich zwei Jahre nach Drova kein komplett neues Projekt aus dem Boden stampfen würde. Und tatsächlich kündigt das Studio auch den Nachfolger schon erstaunlich früh an, obwohl die Fertigstellung noch eine ganze Menge Zeit verschlingen wird. Folgerichtig heißt es zum Releasezeitraum leicht scherzhaft nur: „202X“.
Erstens: Werft mal einen Blick drauf. Teil eins wird gerade zum halben Preis angeboten. Und zweitens: Es handelt sich um ein Rollenspiel, inspiriert unter anderem von Klassikern wie Gothic, in dem man aus der Vogelperspektive auf glaubwürdige Charaktere trifft und mit großer Entscheidungsfreiheit den Verlauf des Abenteuers beeinflusst.
Warum also die frühe Bekanntgabe? Weil Just2D nicht im stillen Kämmerlein entwickeln will, sondern die Fans stattdessen – in einem angemessenen Rahmen selbstverständlich – daran teilhaben sollen. „Uns war’s halt wichtig, diese Zusammenarbeit“, sagt Studiomitbegründer und Game Director Christian Sandkämper jedenfalls, als ich mich nach dem Anspielen einer frühen Demo mit ihm unterhalten habe.
Schon beim ersten Teil war seinem Team die Kommunikation mit den damals noch „nur“ Interessierten sehr wichtig – so wichtig, dass man nach dessen Veröffentlichung gar vor den Augen der ersten Spieler Fehler behoben und natürlich über verschiedene Aspekte des klassischen Rollenspiels gesprochen hat. Einen solchen Austausch wünschen sich die Entwickler nicht nur bei ihrem eigenen Titel und so haben sie sich gedacht: „Was wir uns wünschen, das geben wir einfach.“ Gesagt, getan. Die Katze ist aus dem Sack und wenn ihr Feedback habt, dann meldet euch bei Just2D.
Wobei Christian und Kollegen nicht nur in Sachen Kommunikation an ihre Fans sowie die Fans klassischer Rollenspiele gedacht haben. Was unter anderem bedeutet, dass Drova 2 natürlich größer wird als sein Vorgänger – allerdings nicht, indem die Welt tausend mehr Quadratkilometer spendiert bekommt, sondern in ihren Mechaniken ausgefeilter wird. Was mit den Worten des Spieleregisseurs so klingt: „Wir wollen die Welt nicht dreimal, viermal größer machen, sondern [...] den Detailgrad und die Spielerfreiheit [erhöhen].“
Dabei handelt es sich um eine direkte Fortsetzung der Erzählung mehrere Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils. Man erstellt daher einen neuen Charakter, um jenen Teil der Welt zu erkunden, der in Drova noch von einem geheimnisvollen Nebel bedeckt war. Erneut kann man sich dort einer von zwei Fraktionen anschließen, sobald man die dafür notwendigen Schritte gegangen ist – wobei sich jede Entscheidung noch stärker auf nachfolgende Ereignisse auswirken soll.
Von der großen Geschichte habe ich in der Demo natürlich noch nichts mitbekommen. Und auch die Fraktionen spielten da noch eine sehr untergeordnete Rolle. Ein Holzfäller fragt mich zwar, ob ich dem Lager der Widder oder dem der Bären angehöre, aber das wirkt sich zu diesem Zeitpunkt nur auf seine unmittelbare Antwort aus. Anschließend wollte ich beim Holzhacken helfen. „Bei deinen Armen sicher nicht.“ Pft!
Mal sehen, was er später sagt, wenn ich bei einem, der sich auskennt, meine entsprechenden Werte verbessert habe. Das geschieht ja wie im Vorgänger bei entsprechenden Lehrern, die man bezahlen muss. Sprich, das Sammeln von Erfahrungspunkten alleine reicht auch diesmal nicht aus, was der Welt mehr Flair und glaubwürdige Tiefe verleiht. Und dass die Figuren in Drova 2, anders als in vielen anderen Abenteuern, ihren eigenen Tagesablauf haben, versteht sich ohnehin von selbst.
Insgesamt soll die