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Christina Applegate wurde fälschlicherweise mit MS diagnostiziert
Schauspielerin Applegate: »Ich stehe wieder ganz am Anfang«
Jahrelang ging Christina Applegate, 54, davon aus, an Multipler Sklerose (MS), einer chronisch-entzündlichen Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, zu leiden. Nun berichtet die Schauspielerin, die Diagnose sei falsch gewesen. Ihre Beschwerden jedoch bleiben – dafür ist die Ungewissheit zurück.
Nach sieben Monaten gesundheitlich bedingter Pause ist Applegate am Dienstag zu ihrem Podcast »MeSsy« zurückgekehrt. In einer zweiteiligen Folge erzählte sie unter Tränen, eine neue Technologie habe zur Korrektur ihrer Diagnose geführt. Ihre Ärztin habe ihr gesagt: »Glückwunsch, Sie haben keine MS.«
Für Applegate, die unter anderem bei »Anchorman« und »Bad Moms« mitspielte und in der Sitcom »Eine schrecklich nette Familie« bekannt wurde, ist das jedoch keine befreiende Nachricht. »Ich stehe wieder ganz am Anfang«, sagte sie. »Eine Fehldiagnose bedeutet nicht, dass es mir plötzlich besser geht.« In mancher Hinsicht habe sich ihr Zustand sogar verschlechtert. Welche Erkrankung ihre Beschwerden verursacht, sei weiterhin unklar.
2021 hatte Applegate ihre MS-Diagnose öffentlich gemacht. Nach dem Ende ihrer Serie »Dead to Me« im folgenden Jahr zog sie sich von der Schauspielerei zurück – und stürzte sich in die Aufklärungsarbeit über Multiple Sklerose. Gemeinsam mit »Sopranos«-Darstellerin Jamie-Lynn Sigler startete sie »MeSsy«, um über ihre Erfahrungen zu sprechen und auf die Krankheit aufmerksam zu machen.
Nun sei sie auch deshalb erschüttert, weil sie zu einer öffentlichen Fürsprecherin für Menschen mit MS geworden sei. »Es ist seltsam, weil ich das Gefühl habe, alle enttäuscht zu haben«, sagte Applegate. Sie sei zum Aushängeschild für MS geworden. »Ich hatte einen Grund. Ich hatte einen verdammten Grund, warum mein Tag jeden Tag beschissen war. Und jetzt habe ich keinen Grund mehr. Das bringt mich völlig durcheinander.«
An ihren Einschränkungen habe sich nichts geändert. Bei Arztbesuchen brauche sie weiterhin einen Rollstuhl, den Weg vom Auto ins Behandlungszimmer könne sie nicht gehen. »Nichts Magisches ist passiert, als sie sagte: ›Sie haben keine MS.‹«