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Fake Hotelanzeigen - Brüssel ermittelt gegen Booking.com
Unternimmt das Portal Booking.com genügend gegen Betrüger, die Reisende mit Fake-Anzeigen locken? Die EU will das ermitteln und sicherstellen, dass die Europäer ihren Urlaub ohne Angst buchen können.
Die EU-Kommission geht wegen gefälschter Hotelanzeigen von Betrügern und möglicher Phishing-Risiken gegen die Buchungsplattform Booking.com vor. Das Reiseportal steht im Verdacht, nicht genug gegen die Betrüger auf der Plattform getan zu haben, wie aus einer Mitteilung der Brüsseler Behörde hervorgeht.
Die Kommission werde in den kommenden Monaten ermitteln, ob Booking ausreichend gegen illegale Angebote vorgehe und die Daten seiner Kundinnen und Kunden ausreichend schütze, teilte die Kommission weiter mit. Konkret will die EU-Kommission prüfen, ob sich das Online-Portal ausreichend bemüht, diese regelwidrigen Angebote zu entfernen. Stellt sie Mängel fest, droht dem Unternehmen ein Bußgeld.
Booking.com teilte mit, man arbeite uneingeschränkt mit der Europäischen Kommission zusammen. Man setze sich weiterhin dafür ein, gemeinsam mit den zuständigen Behörden Online-Betrug zu bekämpfen und Reisende sowie Partner zu schützen.
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Die Ermittlungen kommen zu einer Zeit, in der Verbraucherschützer vor einer wachsenden Zahl von Online-Betrugsfällen warnen. Booking.com selbst berichte von einem Anstieg der Betrugsfälle auf seiner Plattform um 500 Prozent weltweit, hieß es von Kommissionsbeamten.
Im ersten Halbjahr 2026 sind demnach 1.072 Betrugsmeldungen eingegangen, die zu einem Schaden in Höhe von 82.000 Euro führten. Dies entspreche einer Verzehnfachung im Vergleich zum Vorjahr, so die EU-Kommission.
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Im Fokus der Ermittlungen stehen auch Phishing-Versuche auf der Buchungsplattform. Phishing ist eine der häufigsten Betrugsmaschen im Internet. Dabei versuchen Cyberkriminelle, durch Antworten auf gefälschte Nachrichten an sensible Daten wie Passwörter oder Bankinformationen zu gelangen.
Die EU-Kommission untersucht unter anderem, wie die Plattform Reservierungs- und Gästedaten an Unterkunftsbetreiber weitergibt und wie das Schreiben von Nachrichten auf der Plattform funktioniert. Insbesondere soll dabei geprüft werden, ob das Unternehmen ausreichende Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat, um zu verhindern, dass Daten der Nutzerinnen und Nutzer missbraucht werden.