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Donnerstag: Datenschutzfragen bei AfD-Leak, Gewinnexplosion bei Meta Platforms
DSGVO-Pflicht von Parteien + Meta-Wachstum dank Werbung + Milliardenstrafe wegen Meta-Lügen + Aus für BioWare + Arktis-Alternative für Datenkabel + #heiseshow
Nach dem Hacker-Angriff auf E-Mail-Konten der AfD versucht die Partei, die Bedeutung des Falls herunterzuspielen. Offen bleibt, ob der Datenabfluss den Datenschützern gemeldet wurde. Dazu sind Organisationen wie die AfD laut DSGVO verpflichtet. Derweil steigen Umsatz und Nettogewinn von Meta Platforms dank teurerer und vermehrt ausgespielter Werbung enorm, aber auch Ausgaben und Kosten. Denn Klagen gegen das Geschäftsprinzip sowie KI-Rechenzentren belasten die Meta-Kassen. Dabei nimmt die Nutzerzahl zu, aber die Mitarbeiterzahl ab. Die Aktie macht einen Sprung. Nicht eingerechnet ist das neue Urteil im US-Bundesstaat New Mexico. Demnach hat Facebook seine Nutzer systematisch angelogen. Dafür soll Meta Platforms 25 Milliarden US-Dollar Strafe zahlen. Das läuft auf 10.600 Euro pro Einwohner hinaus – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Nachdem Unbekannte interne E-Mails und Daten der Alternative für Deutschland (AfD) veröffentlicht haben, versucht sich die Partei in Schadensbegrenzung, will den Vorfall aber nicht weiter kommentieren. Dabei bleibt unter anderem die Frage offen, ob die Partei die zuständigen Aufsichtsbehörden rechtzeitig über den Vorfall informiert hat. Insgesamt sollen über 400.000 E-Mails und 50.000 Dokumente in fremde Hände gelangt sein. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist inzwischen mit dem Fall befasst. Offen bleibt, welche Datenschutzbehörde hinzugezogen wurde, denn dazu ist die Partei laut DSGVO verpflichtet. Die AfD erklärt zwar, Datenschutzbeauftragte informiert zu haben, aber die Behörden in Berlin und Nordrhein-Westfalen wissen bislang nichts davon: Offene Fragen nach dem AfD-Leak.
Meta Platforms hat den Umsatz im dritten Quartal dieses Jahres erneut deutlich steigern können. Einer der Gründe ist mehr verkaufte Werbung zu höheren Preisen, zumal sich auch der Nutzerkreis leicht vergrößert. Mittlerweile zählen die Plattformen 3,64 Milliarden täglich aktive Nutzer. Das hilft auch bei der Verbreitung der eigenen KI-Modelle, die vielfach für Online-Einkäufe genutzt werden. Allerdings steigen Ausgaben und Kosten, sodass der Betriebsgewinn schmaler ausfällt. Dabei spart der Facebook-Konzern bei den Mitarbeitern, denn die Belegschaft wurde im Jahresvergleich um 15 Prozent reduziert. Der Nettogewinn ist dagegen nahezu explodiert und hat sich mehr als verdreifacht. Da auch der Ausblick positiv ausfällt, zieht der Aktienkurs etwas an: Meta Platforms erhöht Ausgaben deutlich, aber verdreifacht Nettogewinn.
Weitere Ausgaben drohen Meta Platforms nach dem Urteil eines Gerichts im US-Staat New Mexico, das ein „systemisches Muster der Irreführung im Kern des Geschäftsmodells Facebooks“ festgestellt hat. Demnach hat der Facebook-Betreiber seine Nutzer und die Öffentlichkeit vor und nach dem Datenschutzskandal „Cambridge Analytica“ mehr als ein Jahrzehnt lang systematisch angelogen und in die Irre geführt, um aus Datenschacher mehr Kapital zu schlagen. Deswegen ist der Staat New Mexico 2021 zu Gericht gegangen. Nachdem Geschworene Millionen von Verletzungen eines Gesetzes des Staates gegen unlautere Geschäftspraktiken gefunden hatten, verhängt der zuständige Richter deswegen nun eine Strafe von 25 Milliarden US-Dollar: Milliardenstrafe für Meta Platforms wegen systematischer Lügen in New Mexico.
Das legendäre Rollenspiel-Studio BioWare fällt dem Sparkurs von Electronic Arts zum Opfer. Das Studio wird geschlossen, die Arbeit an einem neuen „Mass Effect“-Teil eingestellt. Das kanadische Studio hat zuletzt nur noch mit einem kleinen Team an der frühen Entwicklung des 2020 angekündigten Science-Fiction-Rollenspiels gearbeitet. Die Schließung ist Teil eines größeren Umbaus: EA streicht offenbar rund drei Prozent seiner weltweiten Belegschaft. EA-Manager Cam Weber und David Tinson begründen den Schritt nicht wirklich, wollen d