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Spotify: Das ist der aktuelle Stand im Kampf gegen KI-degenerierte Musik
von Felix Frank
22. Okt. 2026 |
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Wir berichteten über KI-Spam bei Spotify und 75 Millionen Tracks die im vergangenen Jahr wieder hinausgeworfen wurden. Während KI-generierte Musik beim schwedischen Musikstreaming-Dienst grundsätzlich erlaubt ist, haben viele dieser Tracks gegen andere Richtlinien verstoßen. Die beanstandeten KI-Tracks werden entweder auf bestimmte Suchanfragen optimiert, um Streams abzugreifen, oder sie haben eine Länge, die mit knapp über einer halben Minute, gerade lang genug ist, um eine Vergütung zu kassieren.
Spotify arbeitet mit einer Erkennung, um solche Uploads zu erkennen und KI-Uploads zu befiltern. Inzwischen versieht man beispielsweise auch KI-Künstler mit einem entsprechenden Profil-Badge. Nun hat man nochmals ein aktuelles Update zum Stand der Dinge gegeben.
In diesem Jahr habe man mehr als 50 Millionen minderwertige Titel und Spam-Titel aus den Empfehlungen entfernt. Zusätzlich kommen mehr als 75 Millionen Spam-Tracks hinzu, die aufgrund von schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen gänzlich von der Streaming-Plattform entfernt wurden.
Im letzten halben Jahr hat man zudem weitere Anpassungen am Empfehlungssystem vorgenommen, um „KI-Slop“ und „Spam“ zu entfernen und Musik von (echten, menschlichen) Künstlern ins Rampenlicht zu rücken. Man lässt verlauten, dass die Beschwerden über Empfehlungen solcher Inhalte zurückgegangen seien. Man kombiniert zur Entlarvung störender Titel diverse Puzzleteile: Hörerinteraktion und -feedback, Upload-Muster, Metadaten sowie Informationen aus mehreren KI-Erkennungs-Tools von Drittanbietern. Zudem sucht man nach gezielten Taktiken für Massen-Uploads, Duplikate sowie SEO-Manipulationen und Spam-Playlist-Netzwerke. Da das ein Katz-Maus-Spiel ist, muss Spotify die Systeme hier kontinuierlich nachjustieren.
Die folgenden Tools hat man zudem im Laufe des vergangenen Jahres eingeführt, um Künstler zu schützen und Vertrauen zu schaffen, alle Angaben und Text von Spotify:
KI-Credits: Wir haben im April die KI-Credits eingeführt, und Künstler reichen nun täglich Zehntausende von Credits ein, aus denen genau hervorgeht, welche Rollen und Instrumente mit KI erstellt wurden. Hörer können diese Informationen bereits in den Song-Credits in der „Now Playing“-Ansicht auf Mobilgeräten einsehen, und wir arbeiten an weiteren Möglichkeiten, damit Hörer schnell und einfach erkennen können, wenn ein Künstler den Einsatz von KI als Teil des kreativen Entstehungsprozesses des Songs offengelegt hat.„Verified by Spotify“: Mehr als 300.000 Künstler – die über 99 % der Suchanfragen der Hörer auf Spotify ausmachen – sind nun verifiziert. Mehr als 70 % davon sind unabhängige Künstler. Das „Verified by Spotify“-Abzeichen zeigt den Hörern, dass hinter der Musik eine echte, identifizierbare Person steht.
„AI Persona“-Badges: Tausende von „AI Personas“ sind nun gekennzeichnet, sodass Hörer erkennen können, wenn die Identität eines Künstlers von einer KI generiert wurde. KI-Personas werden standardmäßig von redaktionellen oder algorithmischen Empfehlungen ausgeschlossen, es sei denn, ein Hörer folgt beispielsweise einer KI-Persona. Spotify ist derzeit der einzige große Streaming-Dienst, der kennzeichnet, wenn die Identität eines Künstlers vermutlich KI-generiert ist.
Schutz des Künstlerprofils: Tausende von Künstlern haben sich für die Beta-Phase angemeldet, wodurch sie die Möglichkeit erhalten, Veröffentlichungen zu überprüfen, in denen sie als Künstler aufgeführt sind, sobald diese an Spotify übermittelt werden. So haben Künstler das letzte Wort darüber, was in ihrem Profil erscheint. Zum ersten Mal bei einem Streaming-Dienst verfügen Künstler über eine proaktive Schutzmaßnahme gegen falsche Inhalte, die auf ihrer Seite landen, und wir stellen das Tool bis Ende des Jahres allen Künstlern zur Verfügung.
Berechtigung zur Monetarisierung von Titeln: Unsere seit 2024 geltende Schwelle von 1.000 Streams für