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Gears of War: E-Day: Angebliches Budget von 500 Millionen Dollar spaltet Branchen-Insider
Laut Kotaku kostete die Produktion enorme Summen. Microsoft-Kenner Jez Corden bezweifelt jedoch, dass Entwickler The Coalition alles exklusiv dafür ausgab.
Offizielle Zahlen zum Budget von Gears of War: E-Day gibt es zwar nicht, aber einige Gerüchte. Dabei sind alles andere als kleine Summen im Umlauf.
Einem neuen Bericht von Kotaku zufolge kostete die Produktion mehr als 500 Millionen US-Dollar.
Die Angaben stammen angeblich von einer "Person, die mit den geschäftlichen Abläufen bei Xbox vertraut ist". Damit seien ausschließlich die reinen Entwicklungskosten gemeint – das Marketingbudget sei darin noch gar nicht enthalten.
Microsoft gründete The Coalition im Jahr 2014 exklusiv für die Gears-of-War-Reihe. Das kanadische Studio gilt intern als absoluter Vorreiter im Umgang mit der Unreal Engine 5 und teilt seine eigens entwickelten Technologien und Tools regelmäßig mit anderen Xbox-Teams.
In diesem Fall läge E-Day deutlich über vergleichbaren Konsolen-Exklusivtiteln dieser Generation. Die Entwicklung von Marvel's Spider-Man 2 bei Insomniac verschlang Berichten zufolge um die 300 Millionen US-Dollar.
Allerdings sind die Angaben zu Gears of War nicht ganz unumstritten. Insider Gamings Tom Henderson sagte etwa vor ein paar Monaten in einem Podcast, dass der Titel nach seinen Informationen "über 400 Millionen Dollar" gekostet habe – ein Betrag, den er schlicht als "völlig verrückt" einstufte. Diese Summe schließt die Zahl von Kotaku nicht aus, aber konkreter wird es nicht.
Windows Centrals Jez Corden versuchte das anschließend etwas genauer einzuordnen und sprach davon, dass diese Menge an Geld keineswegs allein in Gears of War: E-Day geflossen sei. Entwickler The Coalition wirke an vielen weiteren Titeln mit und diene intern generell als "technologisches Bindeglied für ganz Xbox". Entsprechend verteile sich ein Teil des Geldes auf das gesamte Firmenportfolio. Die Behauptung, E-Day habe mehr als 400 Millionen Dollar gekostet, entspreche daher nicht den Tatsachen.
Absolute Klarheit würde nur herrschen, wenn Microsoft oder Xbox die Produktionskosten selbst offenlegen würden – davon ist aber nicht auszugehen. Die Behauptungen klingen astronomisch und ob eine Summe von 500 Millionen alleine für die Entwicklung realistisch ist, scheint fraglich.