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Total War: Shogun 2 Complete Edition: Creative Assembly entschuldigt sich nach Verkaufsstopp
Vizepräsident Roger Collum nimmt die Mängel der externen Fassung auf seine Kappe. Berichte über fehlerhafte KI-Grafiken und Glitches werden nun untersucht.
Nachdem die Complete Edition von Total War: Shogun 2 kürzlich unmittelbar nach dem Launch aus dem Verkauf genommen wurde, hat sich das Entwicklerstudio Creative Assemly nun mit einer neuen Stellungnahme zu Wort gemeldet.
Nach dem Release gab es Berichte über auffällige Grafikfehler, die viele als Hinweis auf den Einsatz minderwertiger KI-Tools sahen. Auch bei den neuen Storyboard-Zwischensequenzen stießen Fans auf Ungereimtheiten. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass gleichzeitig das Original aus dem Store genommen wurde. Die einzige Möglichkeit, Shogun 2 zu spielen, blieb somit nur noch die teurere Neuauflage.
Sega und Creative Assemly kündigten daraufhin an, die Probleme der von Mataboo entwickelten Umsetzung zu untersuchen.
Das 2011 veröffentlichte Total War: Shogun 2 gilt bis heute als Meilenstein des Franchise. Die Verzahnung aus rundenbasierter Kampagnenkarte im feudalen Japan und taktischen Echtzeitschlachten setzte wegweisende Maßstäbe für das Genre.
"Ich verstehe vollkommen, dass viele von euch wütend und enttäuscht über den Zustand sind, in dem Shogun 2: Complete Edition erschienen ist", schreibt Roger Collum, Vice President of Total War, im aktuellen Statement. "Uns geht es ganz genauso – allen voran den Kolleginnen und Kollegen im Team, die seit Jahren, manche sogar seit Jahrzehnten, ihr ganzes Herzblut in Total-War-Spiele stecken."
"Creative Assembly hat diesen Titel nicht selbst entwickelt. Entsprechend durchlief das Spiel auch nicht unsere gewohnten internen Reviews und Qualitätssicherungs-Prozesse. Wir haben die externe Entwicklung aus den Augen verloren, weil sich all unsere Teams voll auf unsere nächsten großen Projekte konzentrieren. Doch ganz gleich, wie die Absprachen im Hintergrund aussahen: Total War ist unsere Marke und unser Name steht darauf.
"In unserem Studio arbeiten leidenschaftliche Entwickler, denen die Spielerfahrung unserer Community extrem am Herzen liegt", versichert Collum. "Shogun 2: Complete Edition wurde diesem Anspruch schlichtweg nicht gerecht. Dazu müssen wir stehen – und wir müssen das Problem beheben. Wir haben eine kleine Gruppe erfahrener Senior-Entwickler zusammengezogen, um gemeinsam mit Sega und dem externen Studio die nächsten Schritte abzustimmen. Konkrete Details kann ich euch dazu aktuell noch nicht nennen, aber wir melden uns bei euch, sobald wir mehr wissen."
Creative Assembly setzt seinen Angaben zufolge keinerlei generative KI ein, um In-Game-Assets oder Artworks zu erstellen: "Denselben Anspruch stellen wir ausnahmslos an jedes externe Studio, mit dem wir kooperieren. Was den Fall von Shogun 2: Complete Edition betrifft, untersuchen wir die Vorwürfe derzeit eingehend."
"Wir nutzen KI-gestützte Tools dort, wo sie unseren Kreativen dabei helfen, Spitzenleistungen zu erbringen. Das gehört für uns zur stetigen Weiterentwicklung von Werkzeugen und Technologien in einem dynamischen, hart umkämpften Marktumfeld. Für mich gilt dabei ein ganz einfaches Prinzip: KI darf Entwickler unterstützen, sie soll sie aber niemals ersetzen. Ich glaube fest daran, dass keine KI die menschliche Erfahrung, Urteilskraft und Kreativität ersetzen kann, aus denen wahrhaft großartige Erlebnisse entstehen. Können uns KI-Tools bei Datenanalysen, beim Debugging oder beim schnellen Prototyping unter die Arme greifen, damit sich unsere Experten ganz darauf konzentrieren können, herausragende Spiele zu entwickeln? Definitiv ja."