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DietPi v10.8 vereinfacht WireGuard-Management
Die schlanke Server-Distribution DietPi umfasst ein neues Werkzeug, mit dem sich VPN-Verbindungen über das WireGuard-Protokoll recht einfach verwalten und einrichten lassen. Bestehende Anwender sollten zudem einen Blick auf „dietpi-software“ werfen.
Das nigelnagelneue „dietpi-wireguard“ gibt sich erstaunlich funktionsreich: Das Tool erstellt WireGuard-Server und Clients und ändert auf Wunsch den Server-Port, die Adresse sowie IPv6. Es erzeugt einen QR-Code zur Konfiguration von Clients, kann deren Einstellungen ändern und sie deaktivieren, aktivieren sowie entfernen. „dietpi-wireguard“ berücksichtigt eine bestehende WireGuard-Konfiguration unter „/etc/wireguard“. Das Tool selbst lässt sich sowohl über Menüs als auch direkt über die Kommandozeile steuern.
Letztgenannten Weg nutzt auch die DietPi-Softwareverwaltung „dietpi-software“: Sie erstellt ab sofort via „dietpi-wireguard init“ eine erste Server-Konfiguration – einen Client richtet sie aber nicht mehr ein. Mit neu aufgesetzten DietPi-Servern können Clients jetzt direkt über das VPN via IPv6 sprechen. Dazu steckt DietPi den Server automatisch in ein IPv6-Subnetz und knipst IPv6 Forwarding an.
Apropos „dietpi-software“: Die Software-IDs bestehen jetzt nicht mehr aus einer Nummer wie 122, sondern aus einem sprechenden Namen – im Beispiel „nodered“. Diese Software-ID leitet sich vom Namen der Software in Kleinbuchstaben ab, Sonder- und Leerzeichen werden zuvor entfernt. „dietpi-software“ wendet diese Regel bei Bedarf selbstständig an. „Node-RED“ würde das Tool folglich automatisch in „nodered“ umwandeln. Die neuen Software-IDs ersetzen die alten. Vor allem in Kommandozeilenparametern und in der Suche sollte man die Nummer austauschen, wenngleich das System die Zahlen im Moment noch versteht. Im Zuge der Umstellung entfällt auch das Kommando „dietpi-software free“.
Wer den HAProxy nutzt, muss aufpassen: Das DietPi-Team stellt die Software ab sofort in einem eigenen DEB-Paket bereit. Dies vereinfacht vor allem Updates, die zukünftig ein „apt upgrade“ automatisch mit erschlägt. Die DietPi-Entwickler haben zudem die Standardkonfiguration weiter gehärtet. Unter anderem arbeiten die Worker unter dem Nutzer „haproxy“. Diese Modifikationen könnten Folgen für bestehende Systeme haben, weshalb man das Upgrade auf DietPi v10.8 auf produktiven Servern nicht einfach blind einspielen sollte.
Bei einigen weiteren Tools gab es ein paar kleinere Nachbesserungen. So kann „dietpi-network“ auch über die Kommandozeile eine statische Interface-Konfiguration ohne Gateway anlegen. Wer den Hostname über „dietpi-config“ ändern möchte, muss jetzt im Untermenü „Network Options: Misc“ nachsehen. „dietpi-config“ kennt zudem eine „Time sync timeout“-Einstellung, die in der „dietpi.txt“ als „CONFIG_TIMESYNC_TIMEOUT“ gespeichert wird.
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