// EUROGAMER.DE — GAMING
Battlefield 3 wird 15 Jahre alt: Ein Rückblick auf den Shooter-Höhepunkt von DICE
Mit Frostbite-2-Engine, Zerstörungsphysik und legendären 64-Spieler-Gefechten verkaufte EA in Woche eins über fünf Millionen Exemplare des Action-Hits.
Im Oktober 2011 trat Entwickler DICE an, um der Call-of-Duty-Reihe die Shooter-Krone zu entreißen. Mit Battlefield 3 warf das schwedische Studio zugleich die Frostbite-2-Engine ins Rennen. Wer seinen PC damals aufrüstete, erlebte wuchtige Soundkulissen, dynamische Beleuchtung und moderne Soldaten-Animationen. Ganz zu schweigen von der Zerstörungsphysik, die ganze Häuserfassaden einstürzen ließ und euch vermeintlich sichere Deckung raubte. Heute wird das Multiplayer-Spektakel 15 Jahre alt.
Der Release im Oktober 2011 markierte einen der größten Zweikämpfe der Spielebranche: EA positionierte Battlefield 3 mit einer millionenschweren Kampagne direkt gegen Modern Warfare 3. Der Erfolg festigte die Reihe endgültig als globale Blockbuster-Marke auf Augenhöhe mit Call of Duty.
Zwar gab es auch eine Solo-Kampagne, doch die fühlte sich eher nach Pflichtprogramm an. Sein wahres Feuerwerk entfachte Battlefield 3 im Online-Modus. Auf dem PC stürzten sich bis zu 64 Spieler gleichzeitig in die Gefechte, während Konsolen-Fans auf PlayStation 3 und Xbox 360 mit 24 Spielern auskommen mussten. Sturmsoldaten flickten Teamkameraden wieder zusammen, Pioniere reparierten Panzer, während Support-Soldaten Gegner mit Unterdrückungsfeuer eindeckten. Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Klassen zeichnete den Titel damals aus.
Auf Karten wie Caspian Border lieferten sich Jets und Kampfpanzer offene Schlachten, während Operation Metro zum berüchtigten Fleischwolf im Pariser U-Bahn-Schacht mutierte. Gleichzeitig sorgte der Ableger für einige hitzige Debatten, etwa durch seinen absichtlichen Blaustich, der eine kühle und düstere Atmosphäre erzeugen sollte, oder besonders auf kurze Distanz blendende Taschenlampen. Darüber hinaus verzichtete DICE auf ein In-Game-Hauptmenü für den Multiplayer und ließ Fans alles über den Browser im Battlelog regeln. Erst nach der Auswahl eines Servers wurde das Spiel gestartet.
Kommerziell erwies sich Battlefield 3 für EA und DICE als voller Erfolg. Allein in der ersten Woche gingen mehr als fünf Millionen Exemplare über die Ladentheke. Noch heute gilt der dritte Teil als ein, wenn nicht gar der Höhepunkt der Reihe. DICE traf hier den perfekten Sweetspot aus den typisch chaotischen Battlefield-Momenten, spürbarem Waffenrückstoß und taktischem Squadplay. Erinnerungen, an die Fans bis heute gerne zurückdenken – erst recht, wenn spätere Serienteile nicht ganz das liefern, was sie erwartet haben.