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Custom-Firmware für Handhelds: MustardOS 2606 Andromeda bringt mehr als 1.200 Änderungen
Gut acht Monate nach der letzten stabilen Ausgabe steht MustardOS Andromeda bereit, bei der rund 1.250 Änderungen die Custom Firmware auf 18 unterstützte Handhelds erweitern. Hinzu kommen Neuerungen für den Libretro-Player, ein integrierter Mediaplayer, Bluetooth, zusätzliche Themes sowie neue Backup-Funktionen.
MustardOS versteht sich als alternatives Linux-Betriebssystem für tragbare Retro-Gaming-Handhelds. Die speziell für diese Geräte entwickelte Software soll die häufig unvollständigen oder langsamen Betriebssysteme der Hersteller ersetzen, zusätzliche Leistung aus den kleinen Spielekonsolen holen und Funktionen nachrüsten, die ab Werk fehlen.
Mit Andromeda wächst die Hardware-Unterstützung von MustardOS auf insgesamt 18 Geräte. Dazu zählt die gesamte H700-Familie der Anbernic-Handhelds einschließlich RG SP und BatleXP G350. Erstmals unterstützt werden außerdem GKD Pixel 2, TrimUI Brick, TrimUI Brick Pro und TrimUI Smart Pro. Auf Betriebssystemebene kommt Bluetooth hinzu. Die Ersteinrichtung umfasst nun zudem die Konfiguration der Ausrichtung und führt durch sämtliche Ansichten. Ein Aktivitätstracker, Einstellungen für einen Passcode, Werkzeuge für Massenspeicher und individuell konfigurierbare Ports für die einzelnen Webdienste zählen ebenfalls zu den Neuerungen.
Besondere Aufmerksamkeit erhält mit Andromeda Pickles, der MustardOS-eigene Libretro-Player für entsprechende Cores. Nach dem Update beherrscht er Netzwerkspiel, RetroAchievements, Cheats, Overlays und Farbfilter. Controller und Ports können neu zugeordnet werden; hinzu kommen Turbo-Funktionen, Suspend und Resume sowie eine detaillierte Überwachung der Leistung. Mit Wasabi zieht darüber hinaus ein vollständig integrierter Mediaplayer ein. Neben Musik und Videos unterstützt er Wiedergabelisten sowie Live-Fernsehen und Live-Radio. Zum weiteren Funktionsumfang gehören Lesezeichen, Equalizer, Visualisierungen und Shader. Die Benutzeroberfläche soll sich dabei nahtlos in das bekannte Erscheinungsbild von MustardOS einfügen.
Mehr Möglichkeiten bietet Andromeda auch bei der optischen Anpassung. Themes werden künftig als offene Ordner abgelegt, was einen schnelleren Wechsel ermöglichen soll. Das System unterstützt jetzt Auflösungen von bis zu 1.920 × 1.080 Pixeln, alternative Farbdateien, die Auswahl der Schriftart und Schriftschatten. Auch das Bootlogo lässt sich verwalten. Für Bildschirmschoner stehen mehrere zusätzliche Varianten bereit: Neben Datum und Uhrzeit können fliegende Cover-Grafiken, eine Bilder-Diashow oder ein Bluescreen angezeigt werden. Eine Vorschau der Bildschirmschoner ist über die Energieeinstellungen möglich.
Andromeda baut zugleich den Content Explorer aus. Ein Verlauf ermöglicht fortan die Vorwärtsnavigation, während zusätzliche Aktionen für Sammlungen und den Verlauf sowie individuelle Optionen für einzelne Inhalte den Funktionsumfang ergänzen. Neu sind außerdem Videovorschauen. SVG-Grafiken und Handbücher im Textformat lassen sich nun ebenfalls einbinden.
Eine Umstellung beim Backup-System ist insbesondere für bestehende Installationen relevant. Andromeda speichert Sicherungen als .muxbak-Dateien im Ordner ARCHIVE. Backups im älteren .muxzip-Format werden nicht automatisch geprüft, können in den meisten Fällen jedoch weiterhin installiert werden, sofern sie zuvor aus dem Ordner BACKUP nach ARCHIVE verschoben wurden. Unabhängig davon empfiehlt sich vor dem Update eine vollständige Sicherung aller auf dem Handheld gespeicherten Dateien, da bei Problemen eine Neuinstallation erforderlich werden kann.
MustardOS Andromeda steht ab sofort auf der Website des Entwicklers zum Download bereit. Alle Neuerungen und Änderungen können den Release Notes entnommen werden.