// HEISE ONLINE — INTELLIGENZA ARTIFICIALE
heise+ | Metas KI-Brillen im Test: Schutz vor heimlichen Aufnahmen
Wie leicht lassen sich KI-Brillen für heimliche Aufnahmen missbrauchen? Wir haben getestet, wie gut Metas Schutzmechanismen funktionieren – und wo sie versagen.
(Bild: Melissa Ramson / Martina Bruns / heise medien)
Wo immer von Smart Glasses die Rede ist, sind Diskussionen um heimliche Foto- und Videoaufnahmen damit nicht weit: Im TV und Radio kocht das Thema ebenso hoch wie auf Social Media und in Podcasts, oft begleitet von hitzigen Kommentaren. Dass bei KI-Brillen wie den bekannten Ray-Ban-Meta-Modellen von Meta als Schutzmechanismus eine weiße Status-LED in einer Ecke des Rahmens aufleuchtet, wenn man damit ein Foto oder ein Video macht, verfängt dabei kaum: Viele Kommentatoren vertreten mittlerweile die Ansicht, dass sich nur Spanner solche Brillen holen – und die Aufnahme-LED einfach außer Gefecht setzen.
Ein Blick ins Internet scheint den Kritikern recht zu geben: Für eine Recherche zur Frage, wie sich die KI-Brillen so umbauen lassen, dass das Gegenüber von Aufnahmen nichts mehr mitbekommt, muss man nicht in die Tiefen des Dark Web vordringen. Vielmehr teilen Nutzer auf öffentlich zugänglichen Plattformen wie Reddit frei heraus ihre Erfahrungen mit entsprechenden Modifikationen (wofür sie immerhin regelmäßig Kritik von anderen Smart-Glasses-Besitzern kassieren), während Onlinehändler ohne Umschweife Zubehör anbieten, das die integrierten Sicherheitsfunktionen der KI-Brillen außer Kraft setzen soll. Meta hält mit Updates gegen: Mehrfach wurde die Firmware so nachgebessert, dass Manipulationen nicht mehr funktionierten oder modifizierte Brillen komplett die Aufnahmen verweigern. Mittlerweile läuft ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Moddern und Meta.
Dass sich KI-Brillen für heimliche Aufnahmen missbrauchen lassen, ist zweifellos ein Problem. Doch ebenso wichtig ist die Frage, wie wirksam die vom Hersteller eingebauten Schutzmechanismen tatsächlich sind. Denn wer sich darauf beruft, dass Metas Brillen ausreichend gegen heimliche Aufnahmen gesichert seien, muss sich auch daran messen lassen, wie leicht sich diese Sicherungen umgehen lassen. Genau das wollten wir mit praktischen Versuchen überprüfen – nicht, um Anleitungen für Spanner zu liefern, sondern um herauszufinden, wie viel Schutz die Technik tatsächlich bietet.
Mit Claude und Xcode entwickeln Sie Mac-Apps, ohne selbst Code zu schreiben. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie aus einer Idee eine lauffähige Anwendung wird.
Das Gazelle Curb ist eines der ersten E-Bikes mit Boschs Nabenmotor. Es ist alltagstauglich ausgestattet und erschwinglich – das perfekte City-E-Bike?
Seit dem Aufkommen von LLMs gibt es Prompt Injections. Wie Google damit umgeht, darüber berichtet Software-Ingenieurin Viviana Sutedjo im Interview.
Der frisch restaurierte Sci-Fi-Klassiker stand Pate fürs Beamen, zeigte Kommunikatoren, Phaser und einen Leslie Nielsen als Vorbild für Captain Kirk.
Müssen Grafikkarten 600 Watt verheizen? Wir prüfen, wie viel Leistung das Absenken auf diverse TDP-Stufen kostet und warum 6 Watt mehr entscheidend sein können.