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Darknet Diaries Deutsch: Maxie – zwischen Netz und Meeresgrund – Teil 1
Pentesterin Maxie Reynolds erzählt, wie sie sich im Auftrag ihrer Kunden Zugang zu Gebäuden verschafft – und warum Hacking manchmal ganz ohne Computer auskommt.
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Dies ist der erste Teil von „Maxie – zwischen Netz und Meeresgrund“. Der zweite Teil wird in einer Woche veröffentlicht. Im englischen Original von Jack Rhysider trägt diese Episode den Namen „Maxie“.
Die deutsche Produktion verantworten Isabel Grünewald und Marko Pauli von heise online. Der Podcast erscheint wöchentlich auf allen gängigen Podcast-Plattformen und kann hier abonniert werden.
JACK: Der „Gigant von Cardiff“, das ist ne interessante Geschichte. In der Bibel, im 1. Buch Mose 6,4, heißt es, dass es damals Riesen auf der Erde gab, die sich mit Menschen paarten und mächtige Männer zeugten. Ein Typ namens George Hull dachte sich: Wow, es gab also Riesen auf der Erde! Doch der Pfarrer widersprach ihm und sagte, nein, nein, nein, es gab hier nie Riesen. George aber war weiterhin überzeugt: Doch, doch, die Bibel sagt es doch! Er wollte dann einen Weg finden, das zu beweisen. Aber er fand leider keinen. Also beschloss er, tja, einen Beweis zu fälschen. Er ging zu einem Steinbruch und grub einen riesigen Block Gips aus, dann beauftragte er Steinmetze, den Block in die Form eines riesigen Mannes zu bringen. Sie schufen eine grobe Statue eines Mannes, die drei Meter fünfzehn groß war. Dann färbte George sie mit Säure, damit sie alt aussah, lud sie auf einen Zug, brachte sie zur Farm seines Cousins in Cardiff, New York, und vergrub sie dort spät in der Nacht.
Ein Jahr später wollte sein Cousin angeblich „einen Brunnen graben“ und heuerte eine Crew an, die das Loch ausheben sollte. Sie stießen bei ihrer Grabung auf einen Riesen, und einer der Arbeiter rief dann auch sofort: Das muss eine alte Grabstätte sein! Sie gruben ihn dann aus, und die Nachricht verbreitete sich, dass da ein vergrabener Riese gefunden wurde. Von überall her strömten die Leute zur Farm, um ihn sich anzusehen. Viele Leute meinten, es handele sich um einen versteinerten Riesenmenschen. Und so steht es doch auch in der Bibel, oder? Es gab aber welche, die meinten, es wär nur ne Statue. Georges Cousin erkannte aber schnell, wie wertvoll das Ding für ihn war, er spannte ein Zelt darüber und verlangte von den Leuten fünfzig Cent Eintritt, um es sich anzusehen. Täglich kamen fünfhundert Menschen, um diesen wunderlichen Riesen zu bestaunen. Die ganze Stadt profitierte davon – die Restaurants füllten sich, Hotels waren ausgebucht.
Irgendwann kam der Schausteller P.T. Barnum hinzu und meinte: Sir, ich biete euch 50.000 Dollar für diesen Riesen. Was sagt ihr dazu? Der Farmer meinte: Auf keinen Fall. Dann beauftragte P.T. Barnum jemanden, eine Wachskopie davon anzufertigen, und Barnum stellte diese nicht autorisierte Kopie in seinem Zirkus fortan aus, behauptete, es sei der echte Riese, und kassierte Eintritt für seine gefälschte Replik. Ein Jahr später trat George Hull an die Öffentlichkeit und gab zu, dass die ganze Sache doch ein Schwindel war und dass er es war, der die Statue da vergraben hatte. Auch wenn also der Beweis ausgeblieben ist, dass einst Riesen auf der Erde umherstreiften, machte es den Cousin doch ziemlich reich. So gingen Betrüger in den 1860er-Jahren vor.
INTRO: Dies sind wahre Geschichten von der dunklen Seite des Internets. Recherchiert und geschrieben von Jack Rhysider. Wir sind Isabel Grünewald, Judy Hohmann und Marko Pauli von heise online – und wir bringen euch: Die Darknet Diaries auf Deutsch
JACK: Sie ist in Schottland aufgewachsen und war schon früh von einem Abenteuerdrang getrieben. Sie wusste, dass sie nicht für nen Bürojob gemacht war, so mit viel Sitzen und Papierkram und sowas