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BioShock-Film weiterhin „alive“: Projekt ist laut Regisseur aktiv, Umsetzung anspruchsvoll
Die BioShock-Verfilmung bei Netflix wird laut Regisseur Francis Lawrence weiterhin aktiv weiterentwickelt. Herausforderungen bereiten dem Team die ungewöhnliche Spielwelt und die Übertragung der Spielerrolle auf eine eigenständige Filmfigur. Hinzu kommen neue Wechsel in der Führung von Netflix.
Pläne von Netflix und Take-Two Interactive, die Spielereihe auf die Leinwand zu bringen, sind bereits seit mehr als vier Jahren bekannt. Der aktuelle Anlauf ist allerdings keineswegs der erste: Schon 2008 gab es Pläne für einen BioShock-Film, nachdem Universal Pictures die Rechte an BioShock erworben hatte. Für die Umsetzung war seinerzeit Gore Verbinski vorgesehen, der unter anderem für Fluch der Karibik verantwortlich zeichnete. Bereits 2009 wurde das Vorhaben jedoch wieder auf Eis gelegt, ausschlaggebend sollen damals vor allem Befürchtungen hinsichtlich zu hoher Produktionskosten gewesen sein.
Zum aktuellen Stand des Projekts hat sich Lawrence nun gegenüber dem Portal The Direct geäußert. Trotz aller Unkenrufe wird die Verfilmung demnach weiterhin aktiv entwickelt und macht nach Einschätzung des Regisseurs inzwischen Fortschritte. Die Übertragung der Spielwelt und ihrer Geschichte auf das Medium Film bezeichnet er dennoch unverändert als „harte Nuss“.
Eine wesentliche Schwierigkeit sieht Lawrence im grundlegenden Unterschied zwischen Spiel und Film. Während in BioShock der Spieler selbst die Kontrolle über die Spielfigur übernimmt, benötigt die Verfilmung eine eigenständige, von Grund auf entwickelte Figur, die sich glaubwürdig in die außergewöhnliche und von Lawrence auf bestmögliche Weise als „ziemlich abgefuckt“ bezeichnete Welt einfügt. Offen ist zudem, ob der Film die Geschichte des ersten BioShock exakt nacherzählen wird. Denkbar wäre sowohl eine vollständig neue Hauptfigur als auch eine Handlung, die Rapture noch vor dem Untergang der Stadt und damit vor der Ankunft des Protagonisten Jack zeigt. Zu einer solchen inhaltlichen Ausrichtung machte Lawrence allerdings keine konkreten Angaben.
Gerade das Zusammenspiel aus Figur, Handlung und Spielwelt erweise sich weiterhin als schwierig. Gleichzeitig betont Lawrence, dass die Entwicklung dennoch Fortschritte mache und sich das Projekt seinem Ziel nähere.
Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch die jüngsten personellen Veränderungen bei Netflix, dessen Führung sich während der langen Entwicklungszeit des Films mehrfach gewandelt hat. BioShock war ursprünglich als große Produktion geplant, unter dem inzwischen ausgeschiedenen Filmchef Dan Lin wurde der Umfang allerdings bereits reduziert. Inzwischen haben sowohl Lin als auch die langjährige Chief Content Officer Bela Bajaria Netflix im Zuge größerer Veränderungen verlassen, mit dem früheren Disney- und Fox-Manager Peter Rice steht dem Inhaltsbereich mittlerweile ein neuer Chief Content Officer vor.
Lawrence hofft, dass die personellen Veränderungen bei Netflix keine größeren Auswirkungen auf BioShock haben werden, eine tatsächliche Realisierung des Films ist aber weiterhin nicht sicher. Nach eigener Aussage würde der Regisseur das Projekt sehr gerne umsetzen und arbeitet unverändert daran, muss sich zugleich jedoch mit den Umbrüchen bei Netflix auseinandersetzen. Ob BioShock letztlich tatsächlich gedreht wird, bleibt damit offen. Als unmittelbar nächster Film von Lawrence ist das Projekt ohnehin nicht bestätigt. Derzeit arbeitet dieser an „The Hunger Games: Sunrise on the Reaping“, der im November erscheinen soll. Auf die Frage, ob danach BioShock an der Reihe sei, antwortete Lawrence lediglich: „Das weißt du nie“. Die Situation bei mehreren parallel entwickelten Filmen beschreibt er als „Pferderennen“. Welches Vorhaben zuerst in Produktion geht, hängt seiner Aussage zufolge letztlich von Faktoren wie dem Entwicklungsstand des Drehbuchs, der Verfügbarkeit der Schauspieler und möglichen Drehzeiträumen ab. Auch saisonale Voraussetzungen können den Ausschlag geben, etwa wenn sich ein bestimmter Drehort lediglich innerhalb eines b