// HEISE ONLINE — HARDWARE & GADGET
Porsche-Chef Leiters: Der 911 wird nie ein Elektroauto
Porsche-Chef Michael Leiters schließt eine vollelektrische Version des Sportwagens 911 aus. Der Fokus liegt dort stattdessen auf Verbrenner- und Hybrid-Technik.
Seit mehr als 90 Jahren gibt es einen Porsche 911 - stets mit Sechszylinder im Heck. Den Versuch, ihn als 912 mit Vierzylinder anzubieten, gab Porsche nach wenigen Jahren wieder auf.
Seit September 1963 hat Porsche die Baureihe 911 im Angebot. Mit ihr verbinden viele noch immer den klassischen Porsche, auch wenn die Marke inzwischen mehr SUV als Sportwagen verkauft. Es soll auch künftig beim Verbrenner bleiben, legt sich Porsche-Chef Michael Leiters fest. Einen batterieelektrischen Antrieb werde es im 911 nicht geben. Wo es Sinn mache und der Kunde das wünsche, will Porsche auch weiterhin in die Elektromobilität investieren, sagte Leiters auf einer Veranstaltung von auto, motor und sport. Ein 911 sei ein so ikonisches Produkt, da müsse der Fortschritt mit der Verbrenner- und Hybrid-Technologie gewährleistet werden.
Porsche steht Leiters zufolge für Technologieoffenheit. Mit dem Taycan sei das Unternehmen einst ein „Pionier der Elektromobilität“ gewesen. Es sei eine Frage der Geschwindigkeit, vielleicht sei der Hersteller etwas zu früh gewesen, sagte der Manager mit Blick auf den Hochlauf der E-Mobilität. Die Marke Porsche werde den Markt niemals über Kostenführerschaft gewinnen können oder wollen, sondern müsse die besseren, überzeugenderen und emotionaleren Produkte haben als alle anderen. Diese Differenzierung sei die Herausforderung.
Der Taycan ist seit 2019 auf dem Markt. Mittlerweile hat Porsche auch zwei batterieelektrische SUV-Modelle im Angebot: den Macan Electric und den Cayenne Electric. Die aktuelle 911-Generation gibt es hingegen nur als Verbrenner, in einigen Ausführungen auch als Hybrid.
Die Elektroautos von Porsche fanden in der Vergangenheit weniger Anklang als erhofft. Ex-Vorstandschef Oliver Blume hatte vor seinem Abgang daher noch die Strategie umgekrempelt. Statt einer ambitionierten Elektrostrategie sollen künftig wieder mehr Verbrenner im Angebot sein. Dafür muss das Unternehmen aber eine Milliardensumme investieren. Leiters hat den Chefposten bei der Volkswagenmarke im Januar 2026 übernommen.
Alles rund ums Auto - 2x pro Woche News und Hintergründe von heise autos
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren
Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer
Datenschutzerklärung.
Immer informiert bleiben: Klicken Sie auf das Plus-Symbol an einem Thema, um diesem zu folgen. Wir zeigen Ihnen alle neuen Inhalte zu Ihren Themen.
Mehr erfahren.