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Microsoft mit erneut deutlich gesteigerten Einnahmen, Aktie macht kleinen Sprung
Umsatz und Gewinne Microsofts steigen dank Cloud und KI mehr als erwartet, Anleger reagieren erfreut. Nur die Geschäfte mit Windows und Xbox gehen zurück.
Microsoft hat seine Einnahmen im vergangenen Vierteljahr mehr als erwartet steigern können. Das hat der Konzern wie gewohnt dem Cloud-Geschäft zu verdanken, aber die Microsoft-Nutzer zahlen auch vermehrt für Künstliche Intelligenz (KI). Allerdings leiden die Gaming- und Windows-Geschäfte, letzteres aufgrund des durch die Preissteigerungen bedingten Nachfrageeinbruchs im PC-Markt. Da aber auch der Ausblick positiv ausfällt, zieht der Aktienkurs etwas an.
Im Ende September abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal des Finanzjahres 2027 setzte Microsoft 92,3 Milliarden US-Dollar um. Das sind 19 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, als Microsoft ebenfalls weiter gewachsen ist und mehr verdient hat. Jetzt fallen die Gewinnsteigerungen aber noch höher aus als 2025. Der Betriebsgewinn ist im Jahresabstand um 21 Prozent auf 45,9 Milliarden Dollar gestiegen und der Nettogewinn gleichzeitig sogar um 32 Prozent auf 36,6 Milliarden Dollar gesprungen.
„Wir sind stark in das Geschäftsjahr gestartet: Der Umsatz mit der Microsoft Cloud belief sich auf 63,9 Milliarden US-Dollar, wobei sich das Wachstum im Jahresvergleich auf 30 Prozent beschleunigte (31 Prozent Zuwachs bei konstanten Wechselkursen)“, schreibt Finanzchefin Amy Hood in der Mitteilung Microsofts. „Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen – sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis und beim Gewinn pro Aktie.“
Nachdem Microsoft die Finanzergebnisse in den letzten elf Jahren in die Geschäftsbereiche Azure (Cloud), Office und Windows getrennt hatte, berichtet der Konzern jetzt von nur noch zwei Segmenten: „Agenten und Infrastruktur“ sowie „Geräte und Endverbraucher“. Letzteres bleibt das Sorgenkind des Konzerns, denn der Umsatz ist hier im Jahresabstand um 3 Prozent auf 15,5 Milliarden Dollar gefallen. Zwar konnten die Einnahmen der ebenfalls dazu gehörenden Suchmaschine und Werbung um 12 Prozent gesteigert werden, aber die Xbox-Geschäfte gingen um 2 Prozent zurück und der Windows-Bereich mit Lizenzen und Geräten fiel sogar um 22 Prozent. LinkedIn weist Microsoft nicht mehr getrennt aus.
Die Rückgänge beim Xbox-Gaming und bei Windows werden durch die Cloud-Geschäfte mehr als kompensiert. Dieser jetzt „Agenten und Infrastruktur“ genannte Geschäftsbereich erzielte einen im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent gewachsenen Umsatz von 76,8 Milliarden Dollar. Den größten Zuwachs erreichte Azure mit 48 Prozent, aber die Microsoft-Cloud insgesamt konnte um 30 Prozent zulegen. Zudem sind auch die Cloud-Umsätze von Microsoft 365 deutlich gestiegen. Im kommerziellen Umfeld ist der Umsatz des Cloud-Office um 18 Prozent und im Privatbereich um 17 Prozent gewachsen.
Das dürfte auch auf die steigende Nutzung des KI-Assistenten Copilot bei Microsoft 365 zurückzuführen sein. Dies hat sich gegenüber dem Vorquartal um 50 Prozent erhöht, erklärte Konzernchef Satya Nadella laut CNBC im Gespräch mit Analysten. Die konkrete Anzahl der Copilot-Nutzer verschweigt Microsoft allerdings. Finanzchefin Hood sagte lediglich, dass das Anfang dieses Jahres eingeführte und um Anthropics Claude-Technologie erweiterte neue KI-Paket Microsoft 365 E7 mittlerweile Millionen Anwender zählt.
Für das laufende Quartal erwartet Microsoft einen Umsatz zwischen 96 und 97,1 Milliarden Dollar, was auf ein Wachstum von rund 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinauslaufen würde. Marktbeobachter hatten mit 95,6 Milliarden Dollar etwas weniger prognostiziert. Da auch die jetzt berichteten Umsatz- und Gewinnzahlen über den Erwartungen der Börse liegen, machte der Aktienkurs Microsofts im nachbörslichen Handel einen kleinen Sprung von fast 4 Prozent.
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