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Gemini 4 Carbon: Neues Frontier-Modell mit Fokus auf Coding und Cybersecurity
Google startet mit Gemini 4 Carbon sein bisher leistungsfähigstes KI-Modell, das vor allem auf lang laufende Coding-Aufgaben und Cybersecurity ausgelegt ist. Carbon setzt sich in mehreren Benchmarks an die Spitze, soll seltener unbelegte Aussagen treffen und startet zunächst kontrolliert für ausgewählte Cyber-Verteidiger.
Nur zwei Wochen nach Gemini 4 Argon kündigt Google mit Gemini 4 Carbon bereits das nächste Frontier-Modell an, zu dessen zentralen Stärken das Unternehmen lang laufende agentische Workflows zählt. Bei internen Einsätzen habe Carbon über mehrere Tage hinweg komplexe technische Probleme bearbeitet und die Lösungssuche auch nach gescheiterten Ansätzen fortgesetzt. Als Einsatzbeispiele führt Google die Ursachenanalyse und Beseitigung subtiler Fehler in großen Code-Basen und Hardware-nahen Systemen an. Fortschritte soll das Modell darüber hinaus bei wissenschaftlichen Aufgaben, der Full-Stack-Webentwicklung und dem multimodalen Verständnis erzielen. In der WebDev Arena verbessert sich Carbon um 89 Elo-Punkte auf 1.768 Punkte und belegt damit den vierten Platz.
Ein besonderes Augenmerk legt Google bei Carbon auf Cybersecurity. Bei SEC-bench Pro kommt das Modell ohne aktive Schutzmechanismen auf 88,2 Prozent bei der autonomen Suche nach realen Software-Schwachstellen. Im ExploitGym, das überprüft, ob sich Sicherheitslücken tatsächlich ausnutzen lassen, erreicht Carbon 54,8 Prozent. Weitere 71,0 Prozent stehen im CWE-bench zu Buche, der die Behebung der zugrunde liegenden Fehlerursachen bewertet. Nach Angaben von Google markieren alle drei Resultate neue Spitzenwerte. Auch unternehmensinterne Messungen sollen erhebliche Fortschritte belegen: Gegenüber Argon habe sich die Erfolgsquote beim Erzeugen sicheren Codes mehr als verdreifacht. Das Chrome-Team wiederum spricht bei der Generierung hochwertiger Patches von einer mehr als zehnfach höheren Leistung als bei einem nicht näher bezeichneten großen Frontier-Modell eines anderen KI-Herstellers. Auch Wiz, die führende Cloud- und KI-Sicherheitsplattform, die im März 2026 von Googles Muttergesellschaft Alphabet für 32 Milliarden Dollar übernommen wurde, sieht Carbon in eigenen Benchmarks für Web-Penetrationstests an der Spitze.
Neben der Leistungsfähigkeit will Google auch Zuverlässigkeit und Ausrichtung des Modells verbessert haben. Carbon greift auf das bereits von Argon bekannte mehrschichtige Sicherheitskonzept zurück, das Modelltraining, Echtzeitmechanismen zur Missbrauchsabwehr, Schutz vor Prompt Injection und die Überwachung der internen Gedankenkette kombiniert. Im Terminal-Bench 4.0 fiel die Quote erfolgreichen Schummelns auf 0,0 Prozent, während entsprechende Versuche nur noch mit 0,4 Prozent zu Buche stehen; zugleich soll die Genauigkeit gestiegen sein. In Googles internen Coding-Umgebungen sank die Zahl der Warnungen vor schwerwiegendem Fehlverhalten um nahezu 80 Prozent. Gegenüber Argon soll Carbon zudem ungefähr halb so viele unbelegte Behauptungen erzeugen und fehlende Belege oder methodische Einschränkungen ausdrücklich kennzeichnen. Fehlen Voraussetzungen zum Ausführen einer Aktion, soll das Modell darauf transparent hinweisen. Bei mehrdeutigen Aufgaben soll Carbon zudem zunächst relevante Quellen berücksichtigen und bestehende Widersprüche offenlegen, anstatt Informationslücken vor dem Handeln mit Annahmen zu füllen.
Fortschritte meldet Google ebenfalls bei mehrstufigen Aufgaben. Fälle, in denen Carbon den vorgegebenen Handlungsspielraum überschreite, seien um 26 Prozent zurückgegangen; gleichzeitig sei eine unzureichende Unterstützung 29 Prozent seltener aufgetreten. Im Gray-Swan-Benchmark für indirekte Prompt Injection kommt Carbon zudem auf eine Angriffserfolgsrate von 0,0 Prozent. Der bisherige Spitzenreiter Argon hatte 0,7 Prozent erreicht.
Bei der Preisgestaltung übernimmt Google zunächst das Niveau von Gemini 4 Argon. Für eine Million Input-Token werden 2 US-Dollar fällig, eine Million Output-Token kostet 10 US-Dollar. Für bereits zwischengesp