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Microsofts Rekordumsatz: Cloud boomt dank OpenAI als Großkunden
Microsoft verzeichnet erneut ein Rekordquartal. Der Umsatz wächst im ersten Finanzquartal 2027 um 19 Prozent auf 92,3 Milliarden US-Dollar, der Gewinn liegt jetzt bei 36,6 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 18 Prozent. Während die Cloud boomt, verliert man im Xbox- und Windows-Bereich.
So kommen Microsofts Cloud-Geschäfte im ersten Quartal auf einen Umsatz in Höhe von 63,9 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Azure-Dienste bringen davon 33,2 Milliarden US-Dollar ein, ein Zuwachs um 48 Prozent.
Alles, was zur Cloud zählt – also neben Azure etwa auch Microsoft 365 für Unternehmen und Privatkunden –, sammelt Microsoft ab jetzt in dem neuen Segment „Agents and Infra“. Das stellt mit 76,8 Milliarden US-Dollar auch den Großteil des Konzernumsatzes (+25 Prozent). Der Rest zählt zu „Devices and Consumer“, dieses Segment umfasst die Bereiche Windows OEM, Geräte, Xbox sowie Suche und Werbung. Dort liegt der Umsatz bei 16 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Speziell die Windows-Sparte verliert 22 Prozent. Letztes Jahr profitierte Microsoft noch vom Support-Ende von Windows 10. Das fällt jetzt weg und zudem schwächelt der PC-Markt, weil OEM-Partner die Lagerbestände abbauen und die Nachfrage infolge der Speicherkrise ohnehin geringer ist.
Besser wird die Lage nicht. Im nächsten Quartal erwartet Microsoft, dass der Rückgang sich nochmal verstärkt. Die Prognose liegt bei einem Minus zwischen 34 und 36 Prozent.
Der Xbox-Umsatz sinkt um 2 Prozent. Microsoft verdient weniger mit dem Game Pass und den Spielen von Drittanbietern. Zusätzlich ging der Hardware-Umsatz im letzten Quartal um 14 Prozent zurück.
Infolge der Quartalsergebnisse geraten die Neocloud-Anbieter CoreWeave und Nebius erneut unter Druck. Microsoft meldete zwar Capex-Investitionen, zu denen auch Finanz-Leasing-Konstrukte zählen, in Höhe von 45,2 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Analysten erwarteten aber 50,7 Milliarden US-Dollar.
Allein so eine Abweichung reicht derzeit, um die ohnehin bestehende Nervosität in den Märkten anzufachen. Insbesondere CoreWeave stand zuletzt im Fokus. Der KI-Cloud-Provider steht finanziell unter Druck und ist abhängig von seinen Großkunden – neben OpenAI ist das Microsoft.
Analysten und Investoren beobachten die Entwicklung genau, weil die Neoclouds als schwächstes Glied im KI-Ökosystem gelten. Wenn es zur Marktbereinigung oder sogar zum Platzen einer Blase kommt, könnte die Krise bei diesen Unternehmen beginnen.
Microsoft plant aber weiterhin mit steigenden Investitionen. Im kommenden Quartal sollen die Capex-Ausgaben auf 50 Milliarden US-Dollar und mehr steigen.