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20-30 % Yield: CXMT will trotz niedriger Ausbeute HBM3E verkaufen
Der chinesische Speicherhersteller CXMT will in Kürze HBM3E-Speicher verkaufen. Die Fertigungsausbeute soll allerdings weiterhin nur bei 20 bis 30 Prozent liegen. Einem Bericht von Reuters zufolge könnte sich das Geschäft für CXMT dennoch lohnen, da der Zugang zu HBM-Speicher in China begrenzt und die Nachfrage hoch sei.
CXMT, Chinas größter Speicherhersteller, soll bereits Muster seines HBM3E-Speichers an mehrere chinesische Unternehmen geliefert haben, damit diese die Chips in ihren Systemen testen können. Innerhalb der kommenden zwei Monate soll die Fertigung dann in begrenzter Stückzahl anlaufen. Und das trotz schlechter Ausbeute. Denn dem Bericht zufolge liegt diese bei CXMT derzeit bei lediglich 20 bis 30 Prozent, was eigentlich keine wirtschaftliche Fertigung zulasse. Denn im Umkehrschluss müssen 70 bis 80 Prozent der gefertigten HBM3E-Speicherchips entsorgt werden, da sie defekt sind. Das macht die Herstellung extrem teuer. Insbesondere im Vergleich zu HBM3-Produkten von Samsung, SK Hynix und Micron dürften CXMTs Chips wegen der niedrigen Ausbeute somit teurer sein. Bei SK Hynix liegt die Fertigungsausbeute aktuell bei rund 70 Prozent.
Trotz der höheren Fertigungskosten könnte sich der Einstieg für CXMT lohnen. Denn einerseits haben die potenziellen Kunden in China aufgrund der Sanktionen der USA und anderer westlicher Länder nur begrenzten Zugriff auf HBM3-Speicher, andererseits sind die gezahlten Preise für Speicher angesichts der enormen Nachfrage für KI derzeit ohnehin sehr hoch. Die große Nachfrage in China verbunden mit dem hohen Preis, der verlangt werden kann, könnte deshalb die schlechte Ausbeute kompensieren. Viele Unternehmen in China dürften den hohen Preis zahlen, um überhaupt an entsprechende Speicher-Chips zu gelangen. Schlussendlich könnte sich so auch mit wenigen brauchbaren Chips noch Gewinn erzielen lassen.