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Führungswechsel: Gemini 4 Carbon übernimmt Spitzenplatz
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Neu auf den Spitzenplatz des Artificial Analysis Index rückt Googles Gemini 4 Carbon, das mit 59 Punkten Claude Opus 5.5 (Anthropic) um einen Punkt übertrifft. Wiederum einen Punkt dahinter rangiert GPT-6 Astra von OpenAI – das Rennen bleibt also eng.
Gemini 4 Carbon schneidet in allen Benchmarks besser ab als sein erst vor wenigen Wochen vorgestellter Vorgänger Gemini 4 Argon und liegt in den allermeisten Vergleichen auch vor der Konkurrenz. Zudem liegt es bei wichtigen Cybersicherheitsbewertungen an der Spitze: Bei SEC-Bench Pro erreicht es 88,2 Prozent bei der Schwachstellenerkennung, bei ExploitGym 54,8 Prozent bei der Ausnutzung und im CWE-Bench 71,0 Prozent beim Patchen.
In einigen Disziplinen muss Gemini 4 Carbon allerdings auch den Spitzenplatz abtreten. So erreicht es im OSWorld-2.1-Test, der Computerbedienung mit einer grafischen Oberfläche bewertet, 82 Prozent, während für Claude Opus 5.5 87 Prozent zu Buche stehen.
Carbon ist speziell für länger laufende, mehrstufige Aufgaben ausgelegt. Google zufolge soll es über mehrere Tage hinweg beispielsweise nach Fehlern in einer großen Codebasis gesucht haben. Dabei konnte auch sein Verhalten verbessert werden: Unbelegte Behauptungen bringt es jetzt halb so häufig vor wie sein Vorgänger, und auf die Versuche indirekter Prompt-Injektion im Gray-Swan-Test fiel es in keinem Fall herein (bei Argon waren es rund ein Prozent).
Zunächst erhalten nur ausgewählte Experten Zugang zum neuen Modell. Anschließend kommen weitere Partner über das Fairwind-Programm hinzu und erst danach – ein konkreter Termin steht noch nicht fest – wird das Modell für die breite Öffentlichkeit verfügbar sein. Die Einführungspreise entsprechen denen von Argon: Eine Million Eingabe-Token kostet 2 Dollar, eine Million Ausgabe-Token 10 Dollar, auf gecachte Eingabe-Token gibt es 95 Prozent Rabatt.
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