// COMPUTERBASE — MOBILE & WEB
Instagram-Chef: Frust und Wut über KI werden weiter zunehmen
KI als Technologie ist unbeliebt und das dürfte sich auf absehbare Zeit auch nicht ändern, erklärt Instagram-Chef Adam Mosseri im Podcast Colin and Samir. Er geht davon aus, dass es in nächster Zeit eher noch schlimmer werde.
„Ich denke, wir werden in den nächsten Jahren mehr Frustration und Wut sehen; einiges davon begründet, einiges unbegründet“, sagt Mosseri laut dem Bericht von The Verge über den Podcast-Auftritt. Das erschwere die Lage für viele, nicht nur die Personen in der Tech-Industrie.
Die Sorgen sind seiner Ansicht nach vielfältig. Sie reichen von Ärger über AI-Slop und die Risiken der KI-Entwicklung bis zu Job-Ängsten. Menschen „befürchten, in irgendeiner Form abgehängt zu werden“, so Mosseri.
Was Mosseri sagt, ist weder überraschend noch neu. Bemerkenswert ist vor allem, dass diese Aussage in dieser Form von jemandem kommt, der in Mark Zuckerbergs Meta-Konzern in führender Position tätig ist und dort mit Instagram eines der größten sozialen Netzwerke der Welt leitet.
Wie groß die Ablehnung ist, zeigte zuletzt wieder eine Umfrage in den USA, die im Auftrag von ABC News und der Washington Post durchgeführt wurde. Demnach sagen 57 Prozent der Amerikaner, dass KI schlecht für die Gesellschaft ist, während 42 Prozent sie positiv bewerten. Lediglich 2 Prozent sagen „extrem gut“, bei „extrem schlecht“ sind es hingegen 17 Prozent. KI-Gegner sind also tendenziell entschlossener.
Interessant ist der Unterschied zwischen den gesellschaftlichen und persönlichen Auswirkungen. Denn bei den persönlichen Konsequenzen bewerten 50 Prozent die KI-Entwicklung als gut und 49 Prozent als schlecht.
Besonders kritisch sind Jüngere. In der Altersgruppe von 18 bis 29 fällt die negative Bewertung mit 65 Prozent am weitesten verbreitet aus.
Als größtes Risiko bewerten die Befragten, dass moderne KI-Systeme das Hacking von geschützten Systemen ermöglichen. Auf Rang 2 steht der Job-Abbau, auf Rang 3 der Verlust der Fähigkeit, ohne KI entscheiden zu können.
Wie gehabt stark ist der Widerstand gegen Rechenzentren. 66 Prozent sind gegen den Bau neuer Projekte. Bei Rechenzentren in ihrer Umgebung steigt der Wert auf 72 Prozent.
Die Umfrage von ABC News, der Washington Post und Ipsos wurde vom 9. bis 13. Oktober durchgeführt. Befragt wurden 2.545 US-Amerikaner, die Fehlerrate liegt bei +/-2 Prozent. Einige Fragen wurden nur der Hälfte der Befragten gestellt, die Fehlerrate steigt dabei auf 2,8 Prozent.