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Entwickler von Celeste und TowerFall erklärt, warum die Games bei Xbox entfernt wurden
Maddy Thorson nimmt beide Indie-Hits aus dem Microsoft-Store, um die BDS-Kampagne gegen den Tech-Konzern zu unterstützen.
Celeste und TowerFall sind Anfang dieser Woche völlig überraschend aus dem Xbox-Store verschwunden. Entwicklerin Maddy Thorson bestätigte auf Bluesky, dass es sich um einen bewussten Schritt handelt: Die Spiele wurden als Unterstützung für die BDS-Bewegung (Boycott, Divestment, Sanctions) aus dem Verkauf genommen. Die Kampagne protestiert gegen Unternehmen mit Verbindungen zur israelischen Regierung oder deren Unterstützung während des Völkermords in Palästina.
„Für alle, die sich wundern: Ja, wir haben Celeste und TowerFall von Xbox entfernt“, erklärt Thorson in einem Bluesky-Post. „Wir unterstützen damit den BDS-Boykott.“
Falls ihr den Hintergrund nicht kennt: Laut BDS landete Xbox wegen Microsofts Partnerschaft mit Israel und dessen Gefängnissystem auf der Boykottliste. Der Konzern stellt dem Land Azure-Cloud- und KI-Systeme bereit, die in den vergangenen Jahren wiederholt bei der Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung zum Einsatz kamen. BDS ruft dazu auf, Game-Pass-Abos zu kündigen, große Xbox-Reihen wie Call of Duty und Candy Crush zu meiden und keine Gaming-Produkte von Microsoft mehr zu kaufen. Aktuell könnt ihr Celeste und TowerFall im gesamten Xbox-Ökosystem nicht mehr erwerben.
Es ist nicht das erste Mal, dass Studios den Verkauf auf Xbox aus Protest gegen BDS-Ziele stoppen. Erst vor wenigen Wochen erklärte House House, das Studio hinter Big Walk, man verzichte wegen Microsofts Verbindungen zu Israel auf einen Xbox-Release. Bereits 2025 zog das Entwicklerteam von Tenderfoot Tactics ähnliche Konsequenzen.
„Wir würden unser Spiel liebend gern auf Xbox sehen, aber erst, wenn Microsoft und Xbox nicht mehr auf der BDS-Liste stehen“, stellte das australische Studio damals klar. „Wir haben uns dazu entschlossen, weil wir an echte Veränderungen glauben: Gemeinsames, koordiniertes Handeln kann selbst die mächtigsten Akteure herausfordern – und eines Tages wird Palästina frei sein.“
Microsoft äußerte sich bereits zuvor zum BDS-Boykott und räumte ein, KI-Technologie an das israelische Verteidigungsministerium geliefert zu haben. Gleichzeitig betont das Unternehmen, es gebe „keine Beweise“ dafür, dass die Technologie im Gaza-Konflikt eingesetzt wurde, „um Personen gezielt ins Visier zu nehmen oder zu verletzen“. Mehrere Berichte – darunter der oben verlinkte – widersprechen dieser Darstellung jedoch deutlich.
Auf PlayStation, PC und Switch könnt ihr Celeste und TowerFall weiterhin regulär kaufen.