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Postbank-Studie: Jugendliche erkennen Social-Media-Sucht im Umfeld und ziehen Konsequenzen
von Carsten Knobloch
31. Okt. 2026 |
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Dass soziale Medien ein gewisses Suchtpotenzial mitbringen, dürfte kaum jemanden überraschen. Wie stark das Thema aber mittlerweile in der Wahrnehmung der jüngeren Generation angekommen ist, zeigt die aktuelle Jugend-Digitalstudie 2026 der Postbank. Für die Erhebung wurden im Juli 1.000 Jugendliche in Deutschland im Alter von 16 bis 18 Jahren befragt. Das Ergebnis: Acht von zehn Jugendlichen gaben an, in ihrem persönlichen Umfeld Menschen zu kennen, die ihrer Ansicht nach süchtig nach Social Media sind.
Bei den Mädchen und jungen Frauen liegt dieser Wert mit 82 Prozent sogar noch etwas höher als bei den Jungen und jungen Männern mit 78 Prozent. Von einer problematischen Nutzung oder Sucht spricht man in diesem Kontext meist dann, wenn Betroffene deutlich länger auf den Plattformen hängenbleiben als geplant und dadurch Dinge wie Schlaf, Schule oder soziale Kontakte vernachlässigt werden.
Die Befragung zeigt allerdings auch, dass die Jugendlichen nicht einfach nur tatenlos durch den Feed scrollen, sondern bei problematischen Inhalten durchaus reagieren. Mehr als die Hälfte der Befragten hat demnach schon einmal einen zuvor abonnierten Kanal verlassen, weil dort zu viel Aggression, Hetze oder Unwahrheiten verbreitet wurden. Fast die Hälfte der Jugendlichen kennt zudem jemanden im Umfeld, der bereits über soziale Netzwerke gemobbt wurde.
Ein gutes Drittel (37 Prozent) ging sogar noch einen Schritt weiter und hat das eigene Profil auf einer Plattform zeitweise deaktiviert, um eine Pause einzulegen. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren ist dieser Anteil zwar wieder leicht gesunken, zeigt aber dennoch, dass bei vielen ein kritisches Bewusstsein für die Plattformen vorhanden ist.
Wie nehmt ihr das in eurem Umfeld wahr? Schafft ihr es selbst, bei zu viel toxischem Kram einfach konsequent den Stecker zu ziehen? Ich selbst bin da ein überaus schlechtes Beispiel, da ich viel von dem Krempel beruflich nutzen muss. In meiner kargen Freizeit handhabe ich das aber so, dass ich eigentlich so wenig wie möglich im Netz hänge und die Zeit im echten Leben genieße.
Sollte ich irgendwann in Rente gehen - was noch lange dauert - können mich soziale Medien vermutlich komplett am Allerwertesten.... Die Diskussionskultur ist mir für meine Belange schon seit Jahren zu sehr kaputt, was wirklich schade ist. Leider merkt man es auch im echten Leben, wie sehr sich Menschen beeinflussen lassen. Eigene Meinung bilden? Ist ja Quatsch, wir können ja einfach Dinge nachplappern, die wir im Netz aufgeschnappt haben. Absoluter Abfuck.
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