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Microcars boomen - aber wie sicher sind sie?
Sie sehen aus wie Kleinwagen, sind aber keine: Microcars sind maximal 45 km/h schnell und dürfen in Deutschland schon ab 15 Jahren gefahren werden. Wie sicher sind die beliebten Mini-Autos?
Sebastian Hofmann wohnt in Unterhochstätt, einem Dorf der Gemeinde Chieming in Oberbayern - sehr idyllisch zwischen dem Ufer des Chiemsees und den Bergen. Zur Musikprobe, zum Trachtenverein, zur Feuerwehr, zur Schule nach Traunstein, oder zu seiner künftigen Lehrstelle ins 25 Kilometer entfernte Inzell fährt er mit einem Microcar.
Für seine Mutter eine große Erleichterung: Sie fährt ohnehin schon Sebastians zwei jüngere Geschwister durch die Gegend, so ist Sebastian selbständig unterwegs und kann ihr sogar manches abnehmen.
Microcars darf man schon mit der Führerscheinklasse AM, dem Rollerführerschein, ab 15 Jahren fahren. Die Gefährte boomen: Nach Zahlen des Gesamtverbandes der Versicherer fahren heute 80 Prozent mehr Microcars auf deutschen Straßen als noch vor drei Jahren - 46.000 insgesamt.
Die Kleinstfahrzeuge sind auf 45 km/h beschränkt und dürfen maximal 425 Kilogramm wiegen. Und genau da liegt das Problem. Kirstin Zeidler von der Unfallforschung der Versicherer sagt, dass Microcars zwar aussehen wie ein Auto und deshalb viel sicherer wirken als etwa ein Mofa.
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Doch das treffe nur sehr bedingt zu. Denn durch das Gewichtslimit fehlen wichtige Merkmale an Sicherheitsausstattung, zum Beispiel ein serienmäßiger Airbag.
Es gibt noch keine umfassende Unfallanalyse für Microcars bei der Unfallforschung der Versicherer. Die Zahlen deuteten aber an: Microcars seien im Schnitt an weniger Unfällen beteiligt als etwa Mofas, so Zeidler.
Wenn es aber kracht, haben die Unfälle oft schwerere Folgen. Zeidler fordert deshalb, das Gewichtslimit anzupassen - dann könnte die Sicherheitsausstattung auch verbessert werden.
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