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SwitchBot Lock Ultra Vision Pro Combo im Test
von Oliver Posselt
1. Nov. 2026 |
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Smarte Türschlösser sind keine neue Idee und bei vielen sicher der Start oder Ausbaustufe Zwei im Smart Home. Meistens bleibt aber ein kleiner Rest Reibung. Das Smartphone muss aus der Tasche, der Finger sauber auf den Sensor oder der Code eingetippt werden. Die SwitchBot Lock Ultra Vision Pro Combo will genau das weitgehend abschaffen. Ein Blick auf das Keypad soll reichen. Wenn die Gesichtserkennung nicht greift, stehen zusätzlich Handvenenerkennung, Fingerabdruck, PIN und NFC bereit. Getestet habe ich die Kombination aus Lock Ultra Max für die Innenseite, Keypad Vision Pro für außen und Matter-fähigem Hub Mini.
SwitchBot verlangt für das Set aktuell 339,99 Euro. Kein Schnäppchen. Ich habe mir vor allem angeschaut, wie zuverlässig die biometrischen Methoden im Alltag funktionieren und ob ich mich wirklich traue, den Schlüssel zu Hause zu lassen.
Das Lock Ultra sitzt innen auf dem vorhandenen Schloss und betätigt je nach Tür den eingesteckten Schlüssel oder den Drehknauf. Der Zylinder bleibt erhalten. Soll der Schlüssel außen als Rückfallebene funktionieren, braucht ein Zylinder mit innen steckendem Schlüssel eine Not- und Gefahrenfunktion. Das sollte man vor dem Kauf prüfen, ist bei mir im Haushalt nämlich nicht überall der Fall. Die Nachrüstlösung ist für Mietwohnungen und alle interessant, die ihre Tür nicht dauerhaft umbauen möchten.
Mit 122 × 62,6 × 66,8 Millimetern und 367 Gramm ist das Lock nicht unsichtbar, wirkt aber deutlich weniger klobig als manche ältere Nachrüstlösung. Die Metalloberfläche, die sauber sitzende Abdeckung und der magnetische Verschluss machen einen ordentlichen Eindruck. Das Ganze fühlt sich nicht wie ein provisorischer Motor an, den man irgendwie an die Tür geklebt hat.
Außen sitzt das Keypad Vision Pro. Es misst 131 × 65 × 30 Millimeter, wiegt 205 Gramm und ist damit schon ein sichtbares Stück Technik am Türrahmen. Neben den Zahlentasten bringt es einen Fingerabdrucksensor, einen NFC-Leser, die 3D-Gesichtserkennung und als Besonderheit der Pro-Version einen Sensor für Handvenen mit. Der untere Taster kann außerdem als Klingel dienen. Wer möglichst wenig Technik neben der Haustür sehen möchte, wird mit dem recht großen Keypad nicht glücklich. Für die vielen Funktionen geht die Größe meiner Meinung nach aber in Ordnung.
Der Hub Mini verbindet das Bluetooth-Schloss mit dem Internet und reicht es per Matter unter anderem an Apple Home oder Home Assistant weiter. Für das lokale Öffnen per Gesicht, Hand, Finger, PIN oder NFC braucht ihr den Hub nicht. Für Fernzugriff, Benachrichtigungen von unterwegs und Matter dagegen schon.
SwitchBot wirbt auf der aktuellen Produktseite mit 99 Prozent Kompatibilität. Unterstützt werden unter anderem gängige Europrofile, UK-Ovalzylinder, Schweizer Rundprofile und Night-Latch-Lösungen. Entscheidend bleibt trotzdem der Kompatibilitätscheck für die eigene Tür. Das sollte man vorher prüfen.
Die Montage ist als Nachrüstlösung ohne Bohren vorgesehen. Je nach Tür und Zylinder kommen unterschiedliche Halterungen oder Adapter zum Einsatz. Die App führt mit Bildern und Animationen durch die Schritte. Anschließend ermittelt die automatische Kalibrierung Drehrichtung und Endpunkte. Im Test funktionierte das zuverlässig, ohne dass ich die Endpunkte manuell setzen musste.
Zusätzlich kommt ein kleiner Magnet an den Rahmen. Darüber erkennt das System, ob die Tür offen oder geschlossen ist. Das ist wichtig für die automatische Verriegelung und verhindert, dass die Automatik bei offener Tür den Riegel ausfährt.