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CompressO 4.0: Kostenloses Komprimierungs-Tool bringt Zielgrößen, Watch Folder und Menüleisten-Drop
von Carsten Knobloch
1. Nov. 2026 |
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Das kostenlose Open-Source-Programm CompressO für macOS, Windows und Linux ist in Version 4.0 erschienen. Ich hatte die Anwendung zur lokalen Kompression von Medien hier im Blog bereits vorgestellt. Mit dem großen Versionssprung liefert der Entwickler eine ganze Reihe Funktionen nach, die den Umgang mit Mediendateien noch bequemer machen sollen.
Eine der Neuerungen ist die feste Zielgröße (Target Size). Wer ein Video per Mail verschicken oder in einem Messenger teilen möchte, gibt einfach die gewünschte Dateigröße vor, beispielsweise maximal 10 MB. CompressO schätzt den Platzbedarf vorab, behält nach Möglichkeit die Auflösung bei und tastet sich in mehreren Durchläufen an die Vorgabe heran. Jeder Versuch wird gespeichert, sodass ihr bei Bedarf ein alternatives Ergebnis auswählen könnt. Bei Bildern wird die Qualität entsprechend angepasst, bei Audio die Bitrate.
Wer nicht jedes Mal das Hauptfenster öffnen will, nutzt die neue Drop Zone. Unter macOS nistet sich CompressO auf Wunsch in der Menüleiste ein, unter Windows im Infobereich der Taskleiste. Zieht ihr Mediendateien einfach auf das Symbol, werden sie automatisch im Hintergrund verarbeitet. Dazu gesellen sich überwachte Ordner (Watch Folder). Verzeichnisse für Bildschirmaufnahmen oder Downloads lassen sich hinterlegen, neue Dateien darin werden automatisch nach festgelegten Presets verkleinert.
Mit Version 4.0 beschränkt sich die Software nicht mehr nur auf Bild und Video, sondern verarbeitet auch reine Audio-Dateien und kann Tonspuren direkt aus Videos extrahieren. Bei der Videokompression greift das Tool nun optional auf Hardware-Beschleunigung über die Grafikkarte zurück und verarbeitet AV1 deutlich schneller.
Auch an den Formaten hat sich einiges getan: Neu mit von der Partie sind unter anderem JPEG XL, HEIC, AVIF, BMP, TIFF sowie Videocontainer wie M4V, MTS, M2TS und TS. Bei der Stapelverarbeitung laufen Bilder, Videos und Audio-Dateien jetzt parallel durch, statt brav aufeinander zu warten.
Obwohl der Funktionsumfang gewachsen ist, benötigt die App selbst weniger Speicherplatz. Der Download ist von rund 80 MB auf knapp 45 bis 50 MB geschrumpft, da nötige Hilfswerkzeuge komprimiert mitgeliefert und erst beim ersten Start entpackt werden. Zudem haben die Einstellungen eine Suchfunktion spendiert bekommen und die Oberfläche steht ab sofort auch auf Deutsch zur Verfügung.
CompressO steht weiterhin quelloffen unter der AGPL-3.0-Lizenz auf GitHub und der offiziellen Projektseite bereit. Wer regelmäßig Bilder, Töne oder Videos schnell eindampfen möchte, ohne Daten in eine Cloud hochzuladen, findet hier ein sehr praktisches Werkzeug.
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