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Iran-Krieg: Golfstaaten bereiten sich auf neue Eskalation vor
Die Sorge vor einer erneuten Eskalation im Iran-Krieg wächst - vor allem in den Golfstaaten. Eine Folge: Aufrüstung. Auf einer Konferenz beraten Politiker aus der Region mit Experten. Auch Deutschland ist vertreten.
Gestörte Exportrouten für Öl- und Gas, fehlende Stabilität und wiederkehrende Angriffe: Die Diskussion in den arabischen Golfstaaten darüber, ob und wie sie ihre Geschäftsmodelle und Allianzen anpassen sollten, hat längst begonnen.
Auf der Sicherheitskonferenz Manama Dialogue drängt jedoch eine eiligere Frage in den Vordergrund: Planen die USA einen nächsten großen militärischen Schlag gegen Iran?
Ein halbes Jahr nach Beginn des Iran-Kriegs suchen die Golfstaaten neue Exportwege und regionale Allianzen.
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Dass eine neue Phase der Eskalation bevorstehe, werde allgemein angenommen, sagt Hasan Alhasan. Er leitet beim Thinktank Institute for Strategic Studies (IISS) die Forschungen zur Golfregion. Signale aus der Trump-Regierung deuteten darauf hin, dass Vorbereitungen im Gange sind. "Eine neue Runde der Kämpfe könnte unmittelbar bevorstehen."
Das könnte kurz nach den Zwischenwahlen in den USA am Dienstag sein. Alhasan betont jedoch auch: Unvermeidbar sei ein Wiederaufflammen des Konflikts nicht.
Alhasans Thinktank hat eingeladen zur großen Sicherheitskonferenz in Manama, der Hauptstadt des Inselkönigreichs Bahrain im Persischen Golf. Gekommen sind hochrangige Militärs sowie Außen- und Sicherheitspolitiker. Sie kommen aus der arabischen Welt, aus Asien, den USA und auch aus Deutschland, so auch Nils Schmid, SPD-Politiker und parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium.
Er betont: "Wir sind schon jetzt massiv von den Auswirkungen des Krieges hier in der Golfregion betroffen - durch steigende Ölpreise, durch steigende Inflation, durch die Schwächung der Weltwirtschaft." Laut Schmid würde ein erneutes Aufflammen des Kriegs auch erneut die Wirtschaft in Deutschland und Europa schwächen. "Deshalb setzen wir uns für eine diplomatische Lösung ein."
Doch was, wenn Appelle und diplomatische Vorstöße verhallen? Wenn Iran als Reaktion auf einen möglichen US-Angriff wieder massiv Energieanlagen und Militärbasen ins Visier nimmt?
Weltweit steigen die Lebensmittelpreise immer weiter. Das liegt an Extremwettern und Konflikten.
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