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Logitech Mobi Fold im Test
Wer oft unterwegs arbeitet, kennt das ewige Dilemma im Rucksack oder in der Tech-Tasche. Der Laptop passt super rein, das Tablet schmiegt sich flach an die Rückwand, doch sobald die klassische PC-Maus in die Tasche wandert, wird es vielleicht zu eng. Die Konsequenz? Viele lassen den Nager gleich ganz zu Hause.
Logitech will genau dieses Problem mit der neuen Mobi Fold lösen. Eine mobile Maus für rund 80 Euro, die sich einfach in der Mitte zusammenfalten lässt. Ich habe mir das mobile Stück Technik in den vergangenen Tagen im Alltag genauer angeschaut.
Im Karton liegt ein flaches, matt-schwarzes Stück Hardware, das im zusammengeklappten Zustand eher an das Ladecase von In-Ear-Kopfhörern erinnert als an ein Eingabegerät. Mit einer Dicke von gerade einmal 21 mm im geschlossenen Zustand und schlanken 79 Gramm Gewicht verschwindet das Gerät absolut mühelos in jeder noch so engen Seitentasche.
Das Herzstück der Maus ist das zentrale Klappscharnier, das einen Faltwinkel von bis zu 130 Grad erlaubt. Klappt man die Maus auf, entsteht ein spürbarer Bogen, der mechanisch einrastet und ein angenehm definiertes, magnetisches Feedback gibt.
Laut Logitech ist der Faltmechanismus auf eine extrem lange Lebensdauer getestet, ob das stimmt, wird erst die Langzeitpraxis zeigen, aber rein mechanisch wirkt die Konstruktion im Test absolut solide, stabil und ausgereift.
Machen wir uns direkt zu Beginn nichts vor: Die Mobi Fold ist absolut kein Ersatz für eine meiner MX Master am heimischen Schreibtisch. Wer das erwartet, greift schlicht zum falschen Produkt. Durch die faltbare Natur fehlt der Maus naturgemäß das Volumen und der ausgeprägte Mausrücken, der die Handfläche bei einem achtstündigen Arbeitstag ergonomisch stützt.
Sie liegt im Vergleich relativ flach in der Hand. Nutzer werden sich anfangs deutlich umgewöhnen müssen, behaupte ich. Man greift unter Umständen unter den Bogen und somit ins Leere. Für Menschen wie mich, die seit Jahren mit den gleichen Maus- und Tastaturtypen arbeiten ist das sicherlich der blanke Horror. Für mich war es das zumindest.
Aber das ist auch völlig in Ordnung, denn das Ziel der Mobi Fold lautet nicht Ergonomie-Wunder für den stationären Desktop, sondern „besser und produktiver als jedes Trackpad“. Und diesen Job erledigt sie im mobilen Alltag (wobei ich tatsächlich weiterhin zum MacBook-Trackpad greifen würde, bevor ich die Fold anfasse. Bei anderen Geräten mag es da anders aussehen, das ist dann schon entspannend, so eine Maus zu haben.
Der größte Einschnitt gegenüber traditionellen Mäusen betrifft die Navigation. Logitech streicht das klassische, mechanische Scrollrad komplett. An dessen Stelle tritt eine längliche, touch-sensitive Sensorfläche in der Mitte. Der Finger gleitet über die Oberfläche und die Bildschirminhalte scrollen entsprechend mit. Technisch ist das ein cleverer Schachzug, an dem man sich aber eben gewöhnen muss.
Das Scrollen funktionierte bei mir im Alltag meistens zuverlässig, allerdings vermisst man als Power-User gelegentlich die absolute Präzision und das taktile Feedback eines echten, gerasterten Rades. Manchmal wirkt das Ansprechverhalten bei schnellen, aufeinanderfolgenden Bewegungen etwas schwammig. Lob verdienen hingegen die beiden Haupttasten: Die Klicks sind leise.