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Digitalgipfel: Minister und Industrie hoffen auf KI
Zum Auftakt des Digitalgipfels der Bundesregierung in Berlin fordert der Bundesdigitalminister mehr KI-Offenheit – von Gesellschaft wie Unternehmen.
Bundesminister Karsten Wildberger (CDU) eröffnet den Digitalgipfel 2026 in Berlin.
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Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) wünscht sich von Gesellschaft und Industrie mehr Offenheit gegenüber künstlicher Intelligenz – und mehr Engagement. „Wir sind immer noch zu langsam. Wir unterschätzen, was auf uns zukommt“, sagte Wildberger am Montagmorgen zum Auftakt des Digitalgipfels der Bundesregierung in Berlin.
Die Geschwindigkeit der Entwicklung sei enorm, dabei sei industrielle KI für Deutschland ein konkretes Ziel und eine Chance. Die „denkende Fabrik“ benötige Zugang zu Daten und zu Rechenkapazität, damit der „German Mittelstand“ den Schritt gehen könne, sagte Wildberger und warb für die nötige politische Unterstützung.
Für Deutschland biete KI die Möglichkeit zu einem wirtschaftlichen Comeback, meint der Digitalminister. Dafür müsse man aber auch daran glauben, dass man eine Chance habe. Es gebe die nötigen Talente und Unternehmen, um auch bei KI erfolgreich zu sein.
Wildberger geht es dabei um Anwendung und Entwicklung von KI. „Unsere Werte haben dann Gewicht, wenn sie angewandt werden“, sagte der Minister. Niemand habe die Absicht, anderen zu schaden. Das müsse bei Regulierungsplänen im Hinterkopf behalten werden. „Wir können nicht jedes Detail vorab regeln“, betont Wildberger. Für eine ausgewogene Balance bei der KI-Regulierung spricht sich auch die niederländische Staatssekretärin für Digitales Willemijn Aerdts aus.
„Innovation ist scheu bei anwesender Regulierung“, mahnt Roberto Viola, Generaldirektor der EU-Kommissionsdirektion für Digitales. Mit dem Digital-Omnibus-Gesetz versuche die EU derzeit, aus zehn Datengesetzen ein einheitliches Regelwerk werden zu lassen. Dabei gehe es unter anderem darum, ein mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu vereinbarendes, einfacheres KI-Training herbeizuführen.
Viola weist darauf hin, dass sowohl in Kalifornien als auch in China massiv reguliert werde. Das Problem in Europa sei die Überlappung verschiedenster Regulierungsebenen, was die EU-Kommission in den kommenden Monaten noch einmal angehen wolle. Vereinfachung würde zudem keine Investitionen – etwa in KI-Kapazitäten – ersetzen.
Siemens-Chef Roland Busch sieht das Rennen um große Allzweck-KI-Modelle weitgehend verloren, hier seien die USA und China enteilt. Die große Frage aber sei, wie KI in Design und Produktion integriert werden könne – gerade kleinere und mittlere Unternehmen würden auf massiven Datenschätzen sitzen, die mithilfe von Anwendungen nutzbar gemacht werden könnten.