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KI-Update kompakt: Linux-Lücke, Audio Intelligence, KI-Operation, KI-Satellit
Das „KI-Update“ liefert drei mal pro Woche eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.
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Anthropics Claude hat bei systematischen Tests wichtiger Softwareprojekte eine kritische Sicherheitslücke im Linux-Kernel aufgespürt. Der Fehler steckt im Netzwerkcode für TCP/IP, den Millionen Systeme nutzen. Angreifer können darüber aus der Ferne eigenen Code ausführen. Die Lücke blieb fast genau elf Jahre unbemerkt. Die Linux-Distributoren arbeiten nun an aktualisierten Kerneln für alle betroffenen Produkte, die sie noch unterstützen.
Jürgen Schmidt von heise security hält den Fall für ein besonders deutliches Beispiel dafür, wie KI Schwachstellen in über Jahrzehnte gewachsenem Code aufspürt. Der Netzwerkcode von Linux gilt als sehr sorgfältig gepflegt, die meiste Software steht schlechter da. Bisher schützte vor allem, dass solche Lücken schwer zu finden und noch schwerer auszunutzen waren. Weil Sprachmodelle sie nun weitgehend automatisch offenlegen, warnt Schmidt vor „einer riesigen Welle von Schwachstellen“.
Apples neue Funktionen „Live Rewind“ und „Siri Recap“ für die Apple Watch Series 12 und Ultra 4 stoßen nun auch in den USA auf Kritik. „Live Rewind“ blendet die letzten 15 Sekunden eines Gesprächs als Text auf der Uhr ein, „Siri Recap“ fasst alle Treffen eines Tages zusammen. Apple betont, keine Audiodateien zu speichern, weder auf dem Gerät noch in der Cloud. Die Funktionen sollen noch in diesem Jahr als Beta erscheinen, auf Englisch und außerhalb der EU.
Ein Bundesgesetz gegen solche Aufnahmen gibt es in den USA nicht. In einigen Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Pennsylvania und Washington, darf man Privatgespräche aber nur aufzeichnen, wenn alle Beteiligten zustimmen. Bei „Live Rewind“ ist das kaum machbar, Nutzern drohen dort im schlimmsten Fall rechtliche Folgen. Ob Apples Verfahren unter diese Gesetze fällt, haben Gerichte noch nicht entschieden. Lange dürfte das nicht dauern: Apple ist in den USA ein beliebtes Ziel für Sammelklagen. Bis dahin raten US-Anwälte, vor dem Einsatz die Anwesenden um Erlaubnis zu fragen. Apple selbst warb mit einer Szene, in der die Uhr die Worte einer Kellnerin wiederholt. Gedreht wurde sie offenbar in Kalifornien.
OpenAI hat die Nutzungsgrenzen für die Bezahltarife Pro und Business von ChatGPT angehoben. Beim Tarif Pro 200 nahm das Unternehmen eine angekündigte Kürzung zurück. Gleichzeitig geht OpenAI gegen Mehrfachkonten vor. Wer zu viele Abos mit demselben Gerät oder derselben Zahlungskarte verknüpft, kann keine weiteren abschließen. Das trifft vor allem Nutzer, die zwischen günstigen Konten wechselten, um mehr Leistung zu bekommen.
Dahinter steht offenbar finanzieller Druck. Laut Wall Street Journal sammelte OpenAI in seiner jüngsten Finanzierungsrunde nur gut ein Drittel der angestrebten Summe ein, weil große Investoren nach einem Ausverkauf an den Technologiebörsen vorsichtiger wurden. Nun wirbt OpenAI bei reichen Privatleuten und Familienvermögen um Geld. Der eigene Börsengang ist für Anfang nächsten Jahres geplant, Rivale Anthropic will schon im November an die Börse. Zudem überarbeitete OpenAI die Leitlinien für das Verhalten seiner Modelle. Sie stützen sich nun auf fünf Werte, darunter Ehrlichkeit und Selbstbestimmung. Ob sich ChatGPT dadurch anders verhält, bleibt offen.
Das US-Justizministerium untersucht Nvidias geplanten Kauf der KI-Plattform Hugging Face, berichtet Reuters. Die Behörde will wissen, ob Nvidia seine Marktmacht ausbauen und Konkurrenten benachteiligen könnte, wenn es einen zentralen Vertriebsweg für KI-Modelle kontrolliert. Hugging Face gilt als wichtiger Umschlagplatz für Modelle und Trainingsdaten, den auch Nvidias Rivalen nutzen. Nvidia verspricht, die