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Tachyum ist bankrott: Wer hätte es ahnen können!?
Seit Jahren bereits eher ein Meme, wird das Unternehmen nun von der Realität eingeholt: Tachyum wird keine Über-CPU auf den Markt bringen, sondern ist stattdessen bankrottgegangen. Slowakische Medien berichten über die Insolvenz des Unternehmens und ein Verfahren in Bratislava.
ComputerBase begleitet die Entwicklung des Unternehmens und seines anvisierten Universal Processors bereits seit acht Jahren. Zu Anfang mit einem interessanten Ansatz gestartet, entwickelte sich das Produkt aber immer kurioser weiter, indem jährlich neue, unerreichbare Ziele vorgegeben wurden. Doch der größte Haken war immer, dass nicht ein einziger Chip in Silizium gefertigt wurde. Alles basierte nur auf Simulationen, die kaum über PowerPoint-Präsentationen hinauskamen.
Und schon Anfang 2019 eröffnete die ComputerBase-Meldung mit den Worten „die CPU klingt auf dem Papier fast zu schön, um wahr zu sein“, denn Zweifel an der Realisierbarkeit waren schon damals vorhanden. Inzwischen hatte das Unternehmen aber Geld von der Slowakei erhalten, um die Entwicklung anzuschieben. Doch daraus wurde nichts.
Was folgte, waren Luftschlösser, ohne Ende Luftschlösser. Und als dann noch jedes Jahr die Anzahl der Kerne um 50 Prozent hochgeschraubt wurde, war das Thema eigentlich beerdigt. Denn niemand konnte das Unternehmen ernst nehmen, das stets nur Simulationen oder weniger für Präsentationen hervorbrachte.
Im vergangenen Jahr gab es dann noch einmal frisches Geld – zur Verwunderung von Beobachtern einschließlich der ComputerBase-Redaktion. Denn es hatte sich in den letzten fünf Jahren überhaupt nichts geändert. In der boomenden AI-Welt schien aber auch Tachyum noch einmal einen Platz finden zu können. Doch erneut folgten derart unglaubwürdige Angaben zu Leistung, Verbrauch und eigentlich allem, dass Tachyum nur scheitern konnte. Genau dazu ist es nun gekommen.
Offiziell wurde am 22. Oktober die Insolvenz bei Gericht in Bratislava angemeldet, schreibt Forbes aus der Slowakei sowie Ta3. Im Sommer hatte Tachyum Anschuldigungen in diese Richtung, die seit Jahresanfang immer wieder aufkamen, noch rigoros zurückgewiesen. Wie es nun weitergeht, bleibt abzuwarten. Dass der Papiertiger Prodigy noch erscheint, dürfte aber wohl das Unwahrscheinlichste sein.