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Darknet Diaries Deutsch: Maxie – zwischen Netz und Meeresgrund – Teil 2
Pentesterin Maxie Reynolds erzählt, wie sie sich im Auftrag ihrer Kunden Zugang zu Gebäuden verschafft – und warum Hacking manchmal ganz ohne Computer auskommt.
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Dies ist der zweite Teil von „Maxie – zwischen Netz und Meeresgrund“. (Wenn Ihr Teil eins noch nicht gehört habt, fangt am besten da an.) Im englischen Original von Jack Rhysider trägt diese Episode den Namen „Maxie“.
Die deutsche Produktion verantworten Isabel Grünewald und Marko Pauli von heise online. Der Podcast erscheint wöchentlich auf allen gängigen Podcast-Plattformen und kann hier abonniert werden.
JACK: Dies ist Teil 2 von „Maxie – zwischen Netz und Meeresgrund“. Maxie Reynolds hat früh ihre Heimat Schottland verlassen und nach einem Beruf gesucht, der ihr Abenteuer und Reisen ermöglicht. Nach einem Studium der Unterwasser-Robotik arbeitet sie zunächst als Pilotin ferngesteuerter Unterwasserfahrzeuge, bevor sie ihre Leidenschaft für IT und Cybersicherheit entdeckt. Bei ihrem ersten physischen Pentest gibt sie sich als Mitarbeiterin aus Schweden aus, wird aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse jedoch enttarnt. Ein späterer Test bei einer Kommunalbehörde hat ernstere Folgen: Sie unterbricht versehentlich die Wasserversorgung einer Stadt. Maxie hält aber an ihrer neuen Laufbahn fest, das alles machte ihr einfach zu viel Spaß.
JACK: Maxie war begeistert von Pentests, von Red-Teaming, also von der realitätsnahen Simulation von Angriffen auf Unternehmen, und von Social Engineering. Physisch in Gebäude einzubrechen war einfach ein Nervenkitzel für sie. Also suchte sie nach mehr Jobs, wo sie damit zu tun hatte.
MAXIE: Ich bekam einen autorisierten Red-Team-Vertrag, um so eine Hochsicherheits-Logistikfirma zu testen, und dafür wurden zwei Tester gebucht.
JACK: Es war ein großes Unternehmen, und sie wollten, dass die beiden versuchten, in eines ihrer Außenlager einzudringen. Sie meinten zu ihr: „Pass auf, das gesamte Gelände ist von einem Zaun umgeben, an den Türen sind Alarmanlagen installiert, das gesamte Gelände wird von Überwachungskameras überwacht, und nachts patrouillieren Sicherheitskräfte.“ Sie wollten lediglich den Beweis, dass sie es bis dorthin geschafft hatte, also nicht, dass sie irgendetwas an den Maschinen anstellte oder so. Sie gaben ihr lediglich ein kleines USB-Gerät und sagten: „Hey, wenn du es tatsächlich schaffst, dorthin zu gelangen, steck das Gerät ein und mach ein Foto, das zeigt, dass du dort bist – das ist dann der Beweis, dass du's geschafft hast.“
Sie und ihr Kollege fuhren tagsüber zu der Anlage, einfach nur dran vorbei, um sich den Ort anzusehen. Vorbeifahren geht allerdings schnell. Man kann da nichts erkennen. Also entschieden sie sich, auszusteigen und einfach den Gehweg entlangzulaufen und das gesamte Gelände zu umrunden, nur um zu sehen, was ihnen auffallen würde. Gibt es vielleicht doch irgendwo Punkte, wo man eindringen kann? Gibt es Bereiche, auf die die Kameras nicht gerichtet sind?