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Abgesägtes Portal-Prequel - Valve hat vor fast 20 Jahren ein drittes Portal entwickelt und weggesperrt - Fans machen es jetzt spielbar
Wie weit zurück wäre das Prequel von Portal wohl gegangen?
Wer Valve kennt, weiß, dass das Studio hinter Half-Life und Portal immer nur zwei Hauptspiele in einer Reihe entwickelt. Über das fehlende Half-Life 3 scherzen wir bis heute in der Redaktion, wenn es etwa um Bereitschaftsdienste geht. Hier hält es meist als Beispiel her, dass immer auch unvorhersehbare Dinge passieren könnten.
Ein drittes Portal blieb aber genauso aus und dabei waren wir 2007 so kurz davor, ein Prequel zur Story um Aperture Science zu bekommen. Unter dem Codenamen F-Stop werkelte Valve nach dem ersten Spiel an einer Vorgeschichte mit ganz eigenen Mechaniken. Playtester waren allerdings nicht wirklich überzeugt und so wurde das Projekt eingestampft, um mit Portal 2 eine konservativere Fortsetzung zu entwickeln.
19 Jahre später gelang es Fans, F-Stop mittels Valve-Leaks wieder zu einem funktionstüchtigen Spiel zusammenzusetzen.
Bei der jetzt spielbaren Version von F-Stop handelt es sich nicht um einen durchgesickerten Build des Originals, sondern vielmehr um einen Nachbau, der auf Leaks basiert. Zu diesen Leaks gehören:
Die letzten beiden Punkte tauchten offenbar erst vor wenigen Tagen auf dem Discord-Server des Fan-Projekts auf, das sich dem gestrichenen Content von Valve widmet. Die Community, die sich Portal Series Beta Research nennt, fügte die Puzzleteile zu einem funktionierenden Build zusammen. Unter Project 2008 sollen darauf basierend in Zukunft auch noch neue Inhalte entstehen.
Das Grundgerüst von F-Stop entspricht aber dem Design-Konzept von Valve. Im Rahmen der »Directed Design Experiments« experimentierten Gabe Newell und sein Team mit neuen Spielmechaniken. Unter F-Stop entstand ein Prototyp für ein Spiel, welches ähnlich wie die heute bekannten Indiespiele Superliminal und Viewfinder funktionierte:
4:15
Viewfinder hat uns den Kopf verdreht und das Video wird mit euch das Gleiche tun
Mittels Handkamera konnte man im Spiel Fotos von Objekten und Umgebungen machen und diese durch Ändern der Perspektive vergrößern oder verkleinern. Mit der Erlaubnis von Valve veröffentlichte das Indie-Studio Lunchhouse Software vor einigen Jahren eine Doku-Reihe mit Gameplay von F-Stop, von der ihr Ausschnitte noch heute auf YouTube begutachten könnt (zum Beispiel auf dem Kanal von MinnMax).
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