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Reicht das?: Windows 11 mit 8 GB RAM läuft zu 40 Prozent schneller
Windows 11 soll schon jetzt wesentlich besser mit 8 GB RAM auskommen, verkündet Microsoft in einem Blog-Beitrag. Bis zu 40 Prozent schneller ist das Betriebssystem demnach bei Multitasking-Aufgaben auf entsprechenden Systemen in einem Labortest.
Verglichen hat man ein aktuelles Windows-11-System mit den Builds aus dem Januar. Für den Test wurden nacheinander 20 Tabs im Edge-Browser, ein 4K-Video, große Word-, PowerPoint- und Excel-Dateien, Outlook sowie der Datei-Explorer geöffnet. Alles blieb geöffnet, der Fortschritt lag dann bei den genannten bis zu 40 Prozent.
In dem von Microsoft veröffentlichten Video wirkt das Vorgehen tatsächlich recht flüssig. Offen ist jedoch, wie sich solche Testszenarien auf die Praxis übertragen lassen.
Ein ComputerBase-Test vom September kam zu dem Ergebnis, dass man tatsächlich auf Windows-11-Rechnern mit 8 GB RAM arbeiten kann; allerdings nur, solange es sich um simple Tätigkeiten wie Office oder Web-Browsing handelt. Und selbst solche Aufgaben sollten – zumindest zum damaligen Zeitpunkt – besser nicht parallel laufen.
Genau hier helfen die Optimierungen laut Microsoft. Die Frage ist nur, ob die Fortschritte reichen, um Windows 11 bei 8 GB RAM über eine Schwelle zu heben, die es im Alltag tatsächlich zu einem robust laufenden System machen.
Einschnitte werden sich ohnehin nicht komplett vermeiden lassen. So verweigern etwa Apps wie Adobe Premiere bei 8 GB RAM den Dienst. Benchmarks wie Blender schafften nur einen Durchgang, danach stieg das Programm aus, weil die RAM-Auslastung 100 Prozent erreichte.
Bei der RAM- und generell der Leistungsoptimierung setzt Microsoft an verschiedenen Stellen an. Optimiert wird etwa die Speicherverwaltung im Hintergrund. Ebenso wurden im Sommer auch Neuerungen wie die schnellen App-Starts eingeführt, bei denen die CPU kurzzeitig hochtaktet. Wenn Nutzer nun etwa das Startmenü, die Suche, das Kontextmenü oder den Explorer öffnen, passiert das bis zu 20 Prozent schneller. Diese Zahl nennt Microsoft schon länger.
Eine RAM-Bremse für den Windows-Alltag sind Apps. Daher setzt Microsoft auch in diesem Bereich an. Über Windows, den Edge-Browser sowie die Microsoft-365-Apps hinweg soll der zugesicherte RAM-Bedarf („committed memory“) beim Multitasking um bis zu 900 MB reduziert worden sein. Teams will Microsoft auf Systemen mit 8 GB RAM nun automatisch in einem Effizienzmodus laufen lassen.
Drittanbieter-Apps können aber ebenfalls enorme Speichermengen fressen. Hier soll es nun ebenfalls Vorteile geben, Microsoft spricht etwa bei WhatsApp von Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich.
Aber auch hier stellt sich die Frage, ob die Fortschritte in der Praxis ausreichen. Ein aktueller Test von Windows Latest zeigt, dass die WhatsApp-Desktop-App mehr als 2 GB RAM verbraucht. Auf diese App komplett zu verzichten, ist daher auf Systemen mit geringer Speicherausstattung die sinnvolle Alternative.