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AMD nach Rekordquartal: Höherer Gesamtumsatz als Intel erwartet
Dank boomender Data-Center-Sparte peilt das Unternehmen 17 Milliarden Dollar an – während der Gaming-Sektor schwächelt und Grafikkarten teurer werden.
Für AMD läuft es gerade wirklich gut. Grandios könnte man sogar sagen. Der Hardware-Hersteller meldet ein Rekordquartal mit einem Umsatz von über 13 Milliarden US-Dollar und einem Nettogewinn von beachtlichen 2,4 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorquartal soll der Gesamtumsatz von AMD ganze 16 Prozent gestiegen sein. Und es soll auch in den nächsten Monaten so grandios weitergehen. Besonders groß seien die Umsätze im Bereich der Data Center. Rückgänge gab es in den Bereichen der Endkunden und beim Gaming-Segment, wie aus einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen hervorgeht.
Jean Hu, CFO und Schatzmeisterin von AMD, prognostiziert einen Umsatz von rund 17 Milliarden Dollar für das kommende Quartal. Abweichungen von etwa drei Prozent seien ebenfalls zu erwarten, egal ob nun nach oben oder nach unten. Das würde einem Wachstum von etwa 66 Prozent zum Vorjahr entsprechen, wie Jean Hu erklärt. Und das ist wirklich eine Ansage, denn Konkurrent Intel erwartet im selben Zeitraum einen Umsatz von "nur" 15 bis 16 Milliarden. Ein so rasanter Anstieg wie bei AMD ist das keinesfalls.
Damit würde AMD also das erste Mal in der bisher aufgezeichneten Geschichte des Unternehmens einen höheren Umsatz erzielen als Intel - zumindest wenn die Prognosen auch genau so eintreffen.
Beim Nettogewinn hat es AMD schon in der Vergangenheit geschafft, Intel zu übertreffen. Es geht hier also wirklich um den Gesamtumsatz und hier könnte AMD bald die Nase vorn haben.
Dabei hat auch AMD in der Vergangenheit die Preise für seine Grafikkarten angezogen. Im August gab es Berichte darüber, dass der Hersteller es Nvidia gleich tat und die Preise um etwa 10 Prozent erhöhte. Und natürlich war hier wieder die hohe Nachfrage nach Komponenten durch KI Auslöser für die Anpassung der Preisschilder.
Mal sehen, wie sich das alles in Zukunft entwickelt. Eine leichte finanzielle Furcht breitet sich durchaus in mir aus, wenn ich daran denke, meinen PC in einigen Jahren zu ersetzen. Wer weiß, wie teuer der ganze Spaß dann wird.