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Werbung in Spielen - Xbox denkt offenbar über Werbeunterbrechungen in großen Titeln nach
Xbox-Strategiechef Matthew Ball hat eine interessante Idee: Weil Entwicklungskosten steigen, will er Spiele künftig mit Werbung und Abos finanzieren.
Auf Streamingdiensten ist Werbung mittlerweile trotz Abo-Gebühren gang und gäbe. Denn selbst wenn ihr ein Abo habt, seid ihr zum Beispiel bei Amazon Prime auf niedrigen Abo-Stufen nicht vor der obligatorischen Werbepause sicher.
In Vollpreis-Videospielen sind wir von solchen Praktiken bisher weitestgehend verschont geblieben – von diversen mehr oder weniger verunglückten Versuchen mit Ingame-Advertising einmal abgesehen. Womöglich könnten in Zukunft aber auch in Spielen bald die Werbebanner aufploppen, wenn ihr nicht das richtige Abo abgeschlossen habt. Dieses Gedankenexperiment hat nun zumindest der Xbox-Strategiechef Matthew Ball angestoßen.
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Milliardengrab Xbox? Wie Microsoft sein Potenzial verspielt
Im Interview mit The Game Business sagte der Manager, die steigenden Entwicklungs- und Hardwarepreise stellten Entwickler vor ein ernstes Kostenproblem. Um Videospiele weiterhin für alle Kunden bezahlbar zu halten, könnte eine Lösung in Ingame-Werbung liegen.
Die Entwicklungskosten sind viel zu stark gestiegen, und gleichzeitig sind alle unzufrieden mit den steigenden Preisen für Hardware, Software oder Mikrotransaktionen. Das ist eine Herausforderung. Es ist nicht gut, wenn das die einzige Option ist. Ich denke, der beste Beweis dafür kommt aus dem Bereich des [TV-]Streamings. Seit Jahren wählt in den Vereinigten Staaten ein Großteil der Neukunden das werbefinanzierte Angebot.
Das hat niemanden von werbefreien Erlebnissen ausgeschlossen. Diese Produkte gibt es immer noch. Sie sind nach wie vor beliebt. Die Frage lautet nicht: Können wir Werbung in alles hineinquetschen? Die Frage lautet: Gibt es Möglichkeiten, die es Menschen, die es sich nicht leisten können oder es nicht ausprobieren würden, ermöglichen, Zugang zu unseren Angeboten und Franchises zu erhalten?
Aber es geht dabei um die Frage: Wie erreichen wir mehr Menschen? Wie sorgen wir dafür, dass unsere Produkte bezahlbar bleiben? Wie stellen wir sicher, dass wir die hervorragende Arbeit unserer Entwicklerteams weiterhin finanzieren können? Das ist das Ziel.
Soll heißen: Vollpreistitel dürften in Zukunft für einige Spieler zu teuer werden. Um die entsprechenden Spiele trotzdem einem möglichst großen Publikum zur Verfügung stellen zu können, überlegt Ball, ob nicht ein werbefinanziertes Modell für weniger finanzkräftige Spieler eine Lösung sein könnte.
Mit dieser Zukunftsvision schlägt Ball in eine ähnliche Kerbe wie der ehemalige BioWare-Chef Mark Darrah. Dieser hatte vor einigen Wochen in seinem Podcast vorgeschlagen, die steigenden Produktionskosten großer Spiele über Ingame-Produktplatzierungen gegen zu finanzieren. In der Filmbranche seien solche Placements heutzutage bereits eine übliche Praxis, so Darrah.