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Marvel's Wolverine sorgt für Rekorde bei PlayStation - Spielerzahlen und Umsätze steigen
127 Millionen aktive Nutzer und explodierende Gewinne gleichen die schrumpfenden PS5-Hardware-Verkäufe aus, während Sony den PS6-Fahrplan bestätigt.
Im Rahmen der heutigen (Donnerstag, 5. November 2026) Quartalszahlen hat Sony bestätigt, dass die Zahl der monatlich aktiven Nutzer (MAU) auf PlayStation 4 und 5 im September 127 Millionen erreicht hat. Das entspricht einem Plus von sieben Prozent im Jahresvergleich – und markiert einen neuen Allzeit-Rekord für den Konzern.
Klartext: Noch nie zuvor haben sich so viele Menschen im PlayStation-Ökosystem getummelt. Und es geht nicht nur darum, dass mehr Leute eine Konsole besitzen und ab und an einschalten. Auch die aktive Spielzeit legte im abgelaufenen Quartal zu: Die insgesamt erfasste Spielzeit stieg im Jahresvergleich um vier Prozent. Passend dazu vermelden Sony und PlayStation für die Sparte Game & Network Services ein Umsatzplus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr – der Betriebsgewinn schoss dabei sogar um satte 83 Prozent nach oben.
Auffällig: Trotz der gemischten Kritiken hob Sony Marvel's Wolverine ausdrücklich als Zugpferd für die solide Performance des vergangenen Quartals hervor. Wer den bisherigen Werdegang des Titels aufmerksam verfolgt hat, dürfte davon allerdings kaum überrascht sein. Bis zum 4. November ging das Spiel 2,4 Millionen Mal über die Ladentheke – und das in gerade einmal rund 50 Tagen. Ghost of Yotei wiederum steht seit dem Release im Oktober 2025 bei 3,3 Millionen verkauften Einheiten.
Mehr Zocker an den Konsolen, die zudem mehr Zeit investieren – für Sony also reine Erfolgsmeldungen? Nicht ganz, denn nicht jede Kurve zeigt nach oben. Die Hardware-Verkäufe der PS5 gehen weiter schrittweise zurück: Im Berichtszeitraum setzte Sony 2,6 Millionen PS5-Konsolen ab – im Vorjahresquartal 2025 waren es noch 4 Millionen Stück. Da mittlerweile jedoch 100 Millionen PS5-Konsolen in den Wohnzimmern stehen und 127 Millionen aktive PlayStation-Konten das Ökosystem bevölkern, zeigt sich Sony gelassen: Der Fokus liegt nun darauf, diese aktiven Nutzerbasis noch effektiver zu monetarisieren.
An anderer Stelle im Finanzbericht gab Sony-Finanzchef Lin Tao zu Protokoll, dass die Entwicklung der PlayStation 6 voll im Plan liege und „wie vorgesehen voranschreite“. Für 2027 rechne man mit „soliden Fortschritten“ bei der neuen Hardware. Auf die sinkenden PS5-Verkäufe angesprochen ordnete Tao die Zahlen als völlig normalen Lebenszyklus von Konsolen ein: „Auch wenn die Verkaufszahlen neuer PS5-Einheiten zu diesem Zeitpunkt des Lebenszyklus wie erwartet leicht sinken, wächst die PlayStation-Plattform insgesamt stabil weiter“, so Tao. „[Im kommenden Jahr] wollen wir die Vorbereitungen für die Next-Gen-Plattform spürbar vorantreiben.“
Dieser Zuwachs dürfte Sony sichtlich guttun – gerade nach den Negativschlagzeilen und der hitzigen Debatte rund um das angekündigte Ende der PlayStation-Disc-Produktion bis Januar 2028. Für viele Spieler gehört die Disc fest zum Verständnis von echtem Besitz; die Entscheidung wurde deshalb prompt als verbraucherunfreundlich abgestempelt. In den vergangenen sechs Monaten sorgte das für reichlich dicke Luft in der PlayStation-Community. Auf Sonys Endergebnis hat sich der Aufschrei – gemessen an den aktuellen Quartalszahlen – bislang allerdings kaum ausgewirkt.