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Kanadische Fans fordern Staatsgelder: BioWare soll vor dem Studio-Aus gerettet werden
Eine offizielle Parlamentspetition verlangt finanzielle Hilfen, um das Team von EA freizukaufen und Mass Effect gegen US-Konzerne abzuschirmen.
Fans des von EA geschlossenen Entwicklerstudios BioWare bemühen sich weiterhin um eine Rettung.
Abseits einer allgemeinen Unterschriftenkampagne gegen das Ende des Entwicklers und die Einstellung von Mass Effect 5 wurde nun auch eine Petition auf der offiziellen Webseite des kanadischen Parlaments gestartet. Dabei fordern die Initiatoren die Politik dazu auf, das Traditionshaus als unabhängiges Studio zu bewahren. Als Argument wird angeführt, dass, dass die Titel des Teams ein unverzichtbares Kulturgut für das Land seien und man das Studio vor Übergriffen ausländischer Großkonzerne bewahren müsse.
BioWare prägte ab Ende der 1990er-Jahre moderne Rollenspiele maßgeblich. Mit Meilensteinen wie Baldur's Gate, Star Wars: Knights of the Old Republic, Mass Effect und Dragon Age setzte das Traditionshaus aus Edmonton über Jahrzehnte hinweg weltweite Standards für tiefgründiges Storytelling.
"BioWare zählt zu den bedeutendsten Kulturexporten Kanadas im 21. Jahrhundert und hat weltweit zig Millionen Spiele verkauft", heißt es im Text der Petition. "Die Werke des Studios verkörpern Werte wie Inklusion, Toleranz, Demokratie, Gerechtigkeit und Bürgerrechte, die tief in der kanadischen Identität verwurzelt sind."
"Der US-Mutterkonzern Electronic Arts – mittlerweile im Besitz des saudi-arabischen Public Investment Funds sowie Jared Kushners Firma Affinity Partners – hat BioWare dichtgemacht. Dieses Aus bedeutet einen immensen Verlust und womöglich einen gezielten Schlag gegen Kanadas kulturelles Erbe."
Die Forderung: Der kanadische Staat solle finanzielle Mittel bereitstellen, damit BioWare wieder auf eigenen Beinen stehen und seine Marken von EA freikaufen kann. Darüber hinaus fordert die Initiative, kanadische Entwicklerteams künftig grundsätzlich vor "US-amerikanischen und ausländischen Konzerninteressen" abzuschirmen.
Unterzeichnen können die Petition lediglich Personen, die die kanadische Staatsbürgerschaft besitzen oder dauerhaft im Land leben.