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Nintendo schließt weitere Preiserhöhungen für Switch 2 trotz sinkender Verkäufe und Gewinne aus
Präsident Shuntaro Furukawa meldet gesicherte Speicherchips beim Jahresziel von 16,5 Millionen Konsolen. Zugleich bangen Investoren um das nötige Momentum.
Nintendo plant für die Switch 2 vorerst an der aktuellen Preisgestaltung festzuhalten, obwohl die Hardware-Verkäufe und der Gewinn des Konzerns spürbar nachgeben.
Wie Bloomberg berichtet, sank der operative Gewinn in den drei Monaten bis zum 30. September um 16 Prozent auf 73,9 Milliarden Yen (rund 416 Millionen Euro), während der Umsatz im selben Zeitraum um 15 Prozent nachgab.
Im abgelaufenen Quartal verkaufte Nintendo 2,67 Millionen Einheiten der Switch 2. Das entspricht einem Minus von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und einem deutlichen Dämpfer gegenüber den 3,82 Millionen Geräten aus dem ersten Geschäftsquartal.
Die weltweite Verknappung von DRAM-Speicherbausteinen setzt die Hardware-Hersteller massiv unter Druck. Durch den gigantischen Bedarf von KI-Rechenzentren steigen die Einkaufspreise für Komponenten, was ungewöhnliche Preisanpassungen bei aktuellen Spielkonsolen nach sich zieht.
Im Zuge der RAM-Krise hatte das Unternehmen im September den Preis der Switch 2 im Vergleich zur Konkurrenz moderat angehoben.
Eine Entspannung bei den DRAM-Komponenten ist auch in den kommenden Jahren nicht in Sicht. Dennoch betonte Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa gegenüber Reuters, dass sich der Konzern ausreichend Kontingente gesichert habe. Damit könne das Unternehmen die anvisierten 16,5 Millionen Konsolenverkäufe für das bis März 2027 laufende Geschäftsjahr problemlos bedienen. Weitere Preisanpassungen schließe man angesichts dessen derzeit aus.
Unter Investoren herrscht allerdings weiterhin Skepsis, ob Nintendo das Momentum der Konsole trotz des heutigen Launches von The Legend of Zelda: Ocarina of Time und des großen Erfolges von Tomodachi Life aufrechterhalten kann.
"Nintendos einziger echter Blockbuster in diesem Geschäftsjahr ist das Remake von Ocarina of Time", ordnet Serkan Toto, CEO von Kantan Games, gegenüber CNBC ein. "Das reicht schlicht nicht aus, um Investoren bei Laune zu halten – besonders jetzt, da das Gerät so teuer geworden ist."
"Hardware lässt sich heutzutage ohnehin immer schwerer verkaufen, da helfen am Ende nur echte Hits. Nintendo muss im kommenden Geschäftsjahr ordentlich aufs Gas treten und weitere große Titel nachliefern, damit das Momentum der Switch 2 nicht abreißt."