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Pillars of Eternity: Nach 11 Jahren endlich mit Gamepad
Elf Jahre nach der Veröffentlichung erhält Pillars of Eternity auf dem PC eine vollständige Controller-Steuerung. Obsidian hat dafür gemeinsam mit dem 2018 erschienenen Nachfolger Deadfire eine öffentliche Beta gestartet. Auch dessen rundenbasierte Kämpfe werden überarbeitet.
Die neue Steuerung reicht von der Charaktererstellung über die Erkundung der Spielwelt bis zu Dialogen, Inventar und Kämpfen. Beim ersten Teil können auch die Festungsverwaltung und das Herstellen von Gegenständen vollständig über das Gamepad bedient werden. Im Nachfolger Pillars of Eternity II: Deadfire (2018) funktioniert das ebenfalls während der Seefahrt und bei Schiffskämpfen.
Für die Bedienung führt Obsidian unter anderem Radialmenüs ein, über die sich Zauber, Fähigkeiten und Befehle für die eigene Gruppe auswählen lassen. Unterstützt werden Xbox- und PlayStation-Controller sowie der Steam-Deck-Handheld. Ein Wechsel zwischen Gamepad und Maus und Tastatur ist jederzeit möglich, wobei die angezeigten Bedienelemente automatisch angepasst werden.
Beide Rollenspiele waren bereits für Konsolen erschienen und dort entsprechend mit Controllern spielbar. Den PC-Versionen fehlte diese Möglichkeit bislang allerdings. Für Deadfire greift Obsidian bei der Umsetzung auf die bestehende Konsolensteuerung zurück.
Erst im April dieses Jahres hatte Obsidian mit einem Update für das ursprüngliche Pillars of Eternity für Aufsehen gesorgt. Damals erhielt das 2015 veröffentlichte Rollenspiel nach elf Jahren einen optionalen Rundenkampfmodus, der alternativ zu den ursprünglichen Echtzeitkämpfen mit Pause genutzt werden kann.
Auch der seit 2019 in Deadfire verfügbare Rundenmodus wird überarbeitet. Die Geschwindigkeit der Spielfiguren bestimmt künftig stärker die Aktionsreihenfolge. Schnelle Charaktere können mehrfach pro Runde handeln, langsame müssen unter Umständen aussetzen.
Um die Gefechte zu beschleunigen, erhöht Obsidian den verursachten Schaden im Rundenmodus pauschal um 35 Prozent. Der Wechsel einer Waffe oder das Trinken eines Heiltranks verbraucht außerdem keine reguläre Aktion mehr. Solche kostenlosen Aktionen bleiben allerdings auf jeweils eine Verwendung pro Zug begrenzt. Zwischen Echtzeitkämpfen mit Pause und Rundenmodus lässt sich außerhalb von Gefechten wechseln, ohne dafür ein neues Spiel beginnen zu müssen.
Die neue Steuerung kann seit dem 4. November über die öffentlichen Testversionen der beiden Spiele ausprobiert werden. Auf Steam genügt es, in den Spieleigenschaften unter „Betas“ den Zweig „public_beta“ auszuwählen. Bei GOG erfolgt die Aktivierung über die Beta-Kanäle. Für die Xbox-Version auf dem PC beschreibt Obsidian einen Zugang über den Xbox Insider Hub.
Auf dem Steam Deck muss zusätzlich eine passende Gamepad-Vorlage in den Controller-Einstellungen aktiviert werden.
Neben den neuen Funktionen enthalten die Betas zahlreiche Fehlerkorrekturen. Wann die Änderungen regulär veröffentlicht werden, ist noch offen.